<< Conradi, Johann Wilhelm Heinrich
Conrady, August >>
Conradty, Conrad
chemischer Industrieller,
* 15.7.1827 Münchaurach bei Erlangen,
† 17.6.1901 Nürnberg. (lutherisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Joh. Thomas (1801–72), Webermeister in Münchaurach,
S des Lehrers
Joh. Conrad
u. der Marg. Maus;
M Eva Barbara,
T des Ortsvorstehers Lorenz Dittler
u. der Marg. Gugel;
⚭ 1854 Katharina (1827–87),
T des Tobias Götz, Großpfragner (Krämer); 3
S, 1
T,
u. a. Frdr. (1858–1909), Leiter des väterlichen Werkes,
KR;
E Eugen (1888–1948), Ottmar (1892–1946), gemeinsam Leiter der Firma, Erbauer der ersten Elektrografitierungsanlagen Europas, Begründer der Zweigwerke für Elektro-Grafitierung in Kolbermoor
u. Affoltern (Schweiz);
Gattin v. Eugen Eva
Kath. Schiltz, nach 1948 Leiterin der Firma, Ehrenbürgerin
v. Röthenbach, 1954 Diesel-Medaille in Gold für den Gesamtverdienst der
Fam.Leben ↑
Conradty erlernte den Kaufmannsberuf und gründete 1855 eine Bleistiftfabrik in Nürnberg. In den USA kaufte er persönlich die neueste Maschinenausstattung. Mit dem „Conradty-Blau“ und den von ihm hergestellten Bronzefarben legte er den Grund zu seinem wirtschaftlichen
|Erfolg. Entscheidend aber wurde die Umstellung der Produktion auf Kohlestifte für elektrische Bogenlampen. Seine „Noris“- und „Kronen“-Kohlestifte wurden weltbekannt. Angeregt war diese Umstellung durch seinen Sohn Friedrich, der die Zusammensetzung der Elektro-Kohle erforscht und ihre Bedeutung erkannt hatte. Die neue Produktion vollzog sich, nachdem Conradty 1880 für den erweiterten Betrieb das ausgedehnte Gelände Grünthal bei Röthenbach/Pegnitz erworben hatte. Hier erreichte er die Steigerung seiner Belegschaft von 200 Arbeitern 1880 auf 3000 bei seinem Tode. Conradtys Sozialarbeit förderte namentlich den betrieblichen Wohnungsbau. Kommerzienrat. - Mit dem Aufkommen der Glühlampe richtete sich das Fabrikationsprogramm auf Elektroden, später Elektrografitelektroden und den gesamten vielfältigen Bedarf an stromleitenden Kohle- und Grafiterzeugnissen. Das von Conradty gegründete Unternehmen ist heute die größte Erzeugungsstätte für Kunstkohle und Elektrografit auf dem Kontinent. Röthenbach, 1880 ein fränkisches Dorf, wurde 1953 Stadt.
Literatur ↑
1855-1955 C.
C. Nürnberg, 1955
(P).
Autor ↑
Rudolf KötterEmpfohlene Zitierweise ↑
Kötter, Rudolf, „Conradty, Conrad“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
340 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd133473007.html
Conradty, Conrad
Name: Conradty, Conrad
Lebensdaten: 1827 bis 1901
Geburtsort: Münchaurach bei Erlangen
Sterbeort: Nürnberg
Beruf/Lebensstellung: Chemieindustrieller
Konfession: lutherisch
Autor NDB:
Kötter, RudolfPND: 133473007