<< Colchon, Leonard
Coler, Johann >>
Coler, Alwin Gustav Edmund von (seit 1884)
Militärarzt,
* 15.3.1831 Groningen Kreis Halberstadt,
† 26.8.1901 Berlin. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Ludw. (1795–1873), Steuereinnehmer, Postmeister;
M Sophie Gooßens (1806–76);
⚭ Braunsfeld 1865 Edda (1841–1923),
T des preußischen Oberslleutnant Otto
v. Wedel (1796–1870)
u. der Laura Schroeder; 3
K.
Leben ↑
Coler nahm als Militärarzt an den Feldzügen 1864 und 1866 teil und wurde 1867 auf Veranlassung des Generalstabsarztes H. Grimm in den Medizinalstab des preußischen Heeres berufen. Ein Jahr später, bei der Gründung der Medizinalabteilung des Kriegsministeriums,
|wurde Coler in diese Behörde übernommen. Am Kriege 1870/71 nahm er als Divisionsarzt teil. 1874 wurde er zum Generalarzt befördert. Von 1889 bis zu seinem Tode war Coler Chef des Sanitätskorps und Direktor der militärärztlichen Bildungsanstalten. 1891 wurde er Honorarprofessor an der Universität Berlin. Bei der Reform des Militärmedizinal- und Feldsanitätswesens hat er sich große Verdienste erworben. Coler entwarf die Kriegssanitätsordnung 1878 und die Friedenssanitätsordnung 1891. Die Errichtung des Sanitätsoffizierkorps, die Einführung des Waffendienstes der Mediziner, die Einführung der Chefärzte in das Heeressanitätswesen, die Regelung der Rang- und Einkommensverhältnisse der Militärärzte sind sein Werk. Coler verbesserte die Ausbildung und die Fortbildung der Militärärzte, zum Beispiel schuf er die Operationskurse für aktive und dem Beurlaubtenstande angehörende Militärärzte. Weiter führte er eine Reihe von wichtigen wissenschaftlichen und technischen Einrichtungen in das Heeressanitätswesen ein. Als Organisator schuf Coler das moderne Militärmedizinalwesen in Deutschland. Aus Anlaß seines 70. Geburtstages wurde die Bibliothek Coler gegründet, in der medizinische Arbeiten in 42 Bänden bis 1921 erschienen sind.
Werke ↑
Die transportable Lazarettbaracke,
21890 (mit B. Langenbeck).
Literatur ↑
O. Schjernig,
Einl. z. Bibl. C. I, 1901;
Stammliste d. Kaiser
Wilh. Ak. f. militärärztl. Bildungswesen,
hrsg. v. P. Wätzold, 1910;
Dt.
Med. Wschr., 1931, S. 899
(P);
Lorenzen, in:
BJ VI, S. 343-45 (
u. Tl. 1901,
L);
BLÄ II.
Autor ↑
Manfred StürzbecherEmpfohlene Zitierweise ↑
Stürzbecher, Manfred, „Coler, Alwin Gustav Edmund von“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
318 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116636726.html
Coler, Alwin
Name: Coler, Alwin
Namensvariante: Coler, Alwin Gustav Edmund von
Lebensdaten: 1831 bis 1901
Geburtsort: Groningen Kreis Halberstadt
Sterbeort: Berlin
Beruf/Lebensstellung: Generalstabsarzt
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Stürzbecher, ManfredPND: 116636726