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NDB-Artikel

<< Clodt von Jürgensburg, Jost     Cloos, Hans >>

Cloëtta, Max

Pharmakologe, * 21.7.1868 Zürich, 23.6.1940 Zürich. (reformiert)


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
Entstammt einem alten Geschlecht aus Bergün (Graubünden); V Arnold Leonh. (1828–90), Prof. für Arzneimittellehre u. Arzt am Spital Neumünster (Zürich), S des Joh. (1792–1865) u. der Elisabetha v. Muralt; M Maria (1838–1909), T des Heinr. Locher (1800–65), Prof. der Chirurgie u. Direktor der chirurgischen Univ.klinik in Zürich, Vorgänger Th. Billroths, u. der Amalia Zwingli; Vt Wilh. Arnold C. (1857–1911), Prof. für romanische Philol. in Straßburg; Zürich 1899 Julie Lucy Anna, T des Sigm. Rud. Spöndling u. der Anna Susanna Escher; 3 S, 2 T.

Leben  
Cloëtta studierte in Genf und Zürich Medizin, wurde Assistent bei O. Schmiedeberg in Straßburg, 1901 Extraordinarius und 1907 Ordinarius für Pharmakologie in Zürich. Mit hervorragenden chemischen und physikalischen Kenntnissen ausgestattet, war Cloëtta ein glänzender Lehrer, 1914 Rektor, bis kurz vor seinem Tod verdient um die Förderung der Medizinischen Fakultät, der er trotz einiger Berufungen treu blieb. 1912 errichtete er ein neues Institut.
Im Anschluß an Ludwig Traube (1818–76) und seinen Lehrer führten die Studien über die Wirkstoffe der Digitalis 1903 zum ersten Reinpräparat von gleichbleibender, chemisch kontrollierbarer Zusammensetzung („Digalen“ Roche). Von bleibender Bedeutung sind Cloëttas Untersuchungen über die Angewöhnung an Gifte (Medikamente), über die Hämodynamik des Lungenkreislaufs („Lungen-Plethysmograph“, Vorarbeit für die Unterdruck-Chirurgie Ferdinand Sauerbruchs), über die Fiebermittel und die Narkotika, für deren Verabreichung er wichtige physiologische und biochemische Grundlagen schuf.

Werke  
Zur Kenntnis d. Darst. u. Zusammensetzung d. Digitalisglykoside, in: Archiv f. experimentelle Pathol. u. Pharmakol. 45, 1901; Über d. Verhalten d. Morphins im Organismus u. d. Ursachen d. Angewöhnung an dasselbe, ebenda 50, 1903; Über d. Einfluß d. chronischen Digitalisbehandlung auf d. normale u. pathol. Herz, ebenda 59, 1908; Eine neue Methodik z. Unters. d. Lungenzirkulation, ebenda 63, 1910; Chemisch-physikal. Unterss. z. Theorie d. Narkose, ebenda 103, 1924 (mit H. Thomann); Über Angewöhnung an Gifte u. Medikamente, Festgabe Univ. Zürich, 1914.

Literatur  
Schweiz. med. Wschr. 21, Basel 1940, S. 749-52; H. Fischer, in: Schweiz. med. Jb., ebenda 1941, S. XXVII-XXXIII (Bibliogr., P); P. Wolfer, in:|Vjschr. d. naturf. Ges. Zürich 85, 1940, S. 365-72. - Zu Wilh. C.: E. Hoepffner, in: BJ XVI, S. 70 f. (W u. Tl. 1911, L).

Autor  
Heinrich Buess
Empfohlene Zitierweise  

Buess, Heinrich, „Cloëtta, Max“, in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 293-294 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd128085088.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 3 (1957), S. 293-294
Erwähnungen: 
NDB 24 (2010), S. 397 in Artikel Sigerist, Henry

PND: 128085088
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Index

Cloëtta, Max

Name: Cloëtta, Max
Namensvariante: Cloetta, Max
Lebensdaten: 1868 bis 1940
Geburtsort: Zürich
Sterbeort: Zürich
Beruf/Lebensstellung: Pharmakologe
Konfession: reformiert
Autor NDB: Buess, Heinrich
PND: 128085088

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Cloëtta, Max

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128085088

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