<< Claus, Karl Ernst
Clauser, Jakob >>
Claus(s)berg, Christlieb von
Mathematiker,
* 27.12.1689 Danzig,
† 6.6.1751 Kopenhagen. (israelitisch, seit 1716 evangelisch)
Genealogie
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| Werke
| Literatur
| Autor
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Genealogie ↑
⚭ Anna Marg.
v. Heimann (
⚭ 2) 1758
Joh. Frdr. Frhr. v. Bothmer, dänischer
Offz.).
Leben ↑
Clausberg wuchs in Danzig auf, studierte in Altdorf, das er, wegen eines Raufhandels relegiert, verließ (1719). Er war vor 1729 Lehrer des Hebräischen und des Rechnens in Danzig und ging in diesem Jahr als Rechenmeister nach Leipzig, 1730 nach Hamburg und Lübeck, darauf wieder nach Leipzig. 1733 wurde er als Lehrer des Kronprinzen nach Kopenhagen berufen, war dann Revisor der Privatkasse König Christians VI., 1740 Staatsrat und wurde nach dem Regierungswechsel 1746 entlassen. Mit größtem Nachdruck wandte sich Clausberg gegen den damals üblichen, auf mechanischen Regeln aufgebauten Unterricht, an dessen Stelle er seine „Demonstrative Rechenkunst“ (Leipzig 1732,
51795) setzte, in der auch Münzwesen, Wechselrechnung und -arbitrage eingehend behandelt und das Problem der Rabattierung durch Anwendung des Zinseszinses - im Anschluß an Leibniz und gegen die forensische Praxis - auf eine exakte Grundlage gestellt wurde. Er galt als der beste Rechner seiner Zeit.
Werke ↑
s. Jöcher I, S. 1944;
Jöcher-Adelung II, S. 355;
Meusel II, S. 134 f.
Literatur ↑
ADB IV;
M. Cantor, Vorlesungen
üb. d.
Gesch. d.
Math. III,
21901, S. 514-19, 525;
Matrikel d.
Univ. Altdorf, 1912, II, S. 104;
J. Worm, Forsøg til et
Lex. over danske, norske og islandske laerde maendt I, Helsingøer 1771, S. 223 f.;
Ersch-Gruber XVII, S. 417;
Pogg. I;
Dizionario
biogr. universale II, Florenz 1842, S. 54;
Nouv. Biogr. VIII, S. 364 f.;
Schröder I.
Autor ↑
Kurt VogelEmpfohlene Zitierweise ↑
Vogel, Kurt, „Clausberg, Christlieb von“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
270
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd137432429.html
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Clauser, Konrad >>
Clausberg, Christlieb von
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Clausberg: Christlieb v. C., Rechenmeister, geb. 27. Dec. 1689, † in Kopenhagen 7. Juni 1751. Der Geburtsort Clausberg's ist nicht bekannt. Man weiß nur, daß er von jüdischen Eltern geboren in Clausthal unter dem Namen Christlieb durch Caspar Calvör getauft worden ist, wahrscheinlich erst in reiferen Jahren, da man weiß, daß
C. in Danzig außer im Rechnen auch im Rabbinischen unterrichtete. Seit 1730 trat er als Rechenmeister in Hamburg, Lübeck, Leipzig auf, wo er seine "Demonstrative Rechenkunst" 1732 herausgab, welche in wiederholten Auflagen erschien. 1733 folgte er einem Rufe nach Kopenhagen als Lehrer des Kronprinzen und als Staatsrath und Revisor der königlichen Privatcasse. Nach dem 1746 eingetretenen Tode König Christians VI. wurde er seiner Dienste entlassen. Er starb an einem Schlagflusse.
C. galt allgemein für den geschicktesten Rechner seiner Zeit, und sein oben genanntes Lehrbuch war bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts in weit verbreitetem Gebrauche. Von historischem Interesse ist die in diesem Werke enthaltene Polemik über die Berechnung des sogen. Interusuriums, wornach sowol die Carpzov'sche als die Hofmann'sche Methode verworfen, die Leibnitz'sche Methode dagegen, welche vom Gedanken der Zinseszinsen ausgeht, in erster Linie empfohlen wird, nächst welcher alsdann freilich die bequemere Hofmann'sche Methode komme.
Literatur ↑
Vergl. Adelung, Bd. II. S. 355 und Ersch u. Gruber, Allgemeine Encyklopädie. Bd. XVII. S. 417.
Autor ↑
M. Cantor.Empfohlene Zitierweise ↑
Cantor, Moritz, „Clausberg, Christlieb von“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
4
(1876), S.
285
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd137432429.html?anchor=adb
Clausberg, Christlieb von
Name: Clausberg, Christlieb von
Namensvariante: Claussberg, Christlieb von
Lebensdaten: 1689 bis 1751
Geburtsort: Danzig
Sterbeort: Kopenhagen
Beruf/Lebensstellung: Mathematiker; Rechenmeister
Konfession: jüdisch; evangelisch
Autor NDB:
Vogel, KurtAutor ADB:
Cantor, MoritzPND: 137432429