<< Abschatz, Hans Aßmann Freiherr von
Abt, Franz >>
Abt, Ephraim Ludwig Gottfried
preußischer Bergbeamter,
* 4.1.1752 Berlin,
† 3.5.1819 Breslau.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Johann Abt, Preußischer Kammergerichts-Kalkulator in Berlin;
M Maria Dorothea Heister;
⚭ 20.4.1784 Juliane Henriette Langner; 6
K. u. a. Heinrich Abt, Hüttenmeister in Ryhnik, Karl Abt, Hüttenschreiber, Sayner Hütte (Rheinland).
Leben ↑
Nach einer Lehrzeit in einem Berliner Handelshaus wandte sich Abt seinen Neigungen folgend dem Studium des Bergbaues zu. Er bereiste darauf auf eigene Kosten die Bergwerke der Grafschaft Mansfeld und des Harzes. Bergbauminister Freiherr von Heinitz wies Abt dem Bergbau des sächsischen Erzgebirges zu, wo ihm das Hüttenwesen zugeteilt wurde. Nach einer Reise durch Ungarn kam Abt als Bergmeister 1780 nach Schlesien und wurde 1781 Assessor beim Oberbergamt in Breslau. 1791 wurde er zum Hüttenrat, 1804 zum Oberhüttenrat ernannt. Ihm unterstanden die königlichen Hüttenwerke. Seine besondere Aufgabe sah Abt in den Versuchen, Eisenerz mittels Steinkohlenkoks zu verhütten. Nachdem in Sulzbach ähnliche Versuche mit zweifelhaftem Erfolg eingestellt worden waren, veröffentlichte Abt 1789 einen Aufsatz in den Schlesischen Provinzialblättern: „Kurze Nachricht von den Versuchen, Steinkohlen bey den Oberschlesischen Eisenwerken anzuwenden.“ Schon im nächsten Jahr erschien das gleiche Thema in dem Beitrag: „Vom Schmelzen der Eisenerze im Hohenofen bey abgeschwefelten Steinkohlen.“ Zur selben Zeit unternahm Abt Schmelzversuche im Hüttenwerk Malapane und verwendete dabei niederschlesisches und Hindenburger Koks. Nach seinen Plänen baute dann Wedding auf der Gleiwitzer Hütte einen Hochofen, in dem es am 10.11.1796 erstmals gelang, Eisenerz mit Steinkohlenkoks zu verhütten und brauchbare Ergebnisse zu erreichen. Abt bewies eine Vorliebe für historische Fragen und hat eine große Anzahl von historischen Aufsätzen verfaßt.
Werke ↑
Weitere W Zur
Gesch. d.
Univ. u. d. Jesuiten in Breslau, 1802;
Btrr. z. Gesch. d. Pulvers, d. Geschützes u. d. Kugeln, 1811;
Gesch. d. Bley- u. Silberbergbaus um Tarnowitz u. Beuthen in Oberschlesien
v. 1528 an bis
z. Verfall u. bis
z. Wiederaufnahme im Jahre 1784 (Ms).
Literatur ↑
Ch. F. Paritius, Kurze
Nachr. v. E. L. G.
A., Leben u.
Schrr., in: Schles.
Prov.-
Bll., 1819,
Lit.-
Beil., S. 183-90, 214-19
(W).
Autor ↑
Herbert DienwiebelEmpfohlene Zitierweise ↑
Dienwiebel, Herbert, „Abt, Ephraim Ludwig Gottfried“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
25
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd127029443.html
Abt, Ephraim Ludwig Gottfried
Name: Abt, Ephraim Ludwig Gottfried
Lebensdaten: 1752 bis 1819
Geburtsort: Berlin
Sterbeort: Breslau
Beruf/Lebensstellung: Bergbeamter
Konfession: keine Angabe
Autor NDB:
Dienwiebel, HerbertPND: 127029443
Informationsangebote zu
Abt, Ephraim Ludwig Gottfried
PND
127029443
Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)
Lexika
Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)
Nachlässe
Kalliope