<< Ammann, Jost
Ammelung, Johann Heinrich >>
Ammelburg, Heinrich Alfred
Chemiker,
* 21.8.1864 Bornheim bei Frankfurt/Main,
† 29.6.1939 Neuhaus bei Schliersee (Oberbayern). (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Johann Jakob Ammelburg (1825–65), Bürger und Handelsmann zu Bornheim;
M Coroline Maria Franziska Octavie Rittweger (
* 1827) aus Brüssel;
Gvv Johann Gerhard Ammelburg, Bürger und Handelsmann in Frankfurt;
Gmv Henriette Cramer;
Gvm Lotharius Ignatius Rittweger, Beamter der belgischen Bank Frankfurt;
Gmm Maria Franziska Dumont;
⚭ 1894 Alice Luise,
T des Freiburger Universitätsprofessors Adolf Claus.
Leben ↑
Nach einer dreijährigen Lehrzeit in einer Schweizer Drogerie studierte Ammelburg 1885-90 an der Technischen Hochschule München und der Universität Freiburg (Breisgau) Chemie. Hier promovierte er 1891 bei Adolf Claus zum
Dr. phil. 1894 trat er als Chemiker in die Farbwerke vormals Meister Lucius & Brüning, Höchst, ein. Dort wurde er 1909 Prokurist, 1916 Direktionsmitglied und 1918 stellvertretendes Vorstandsmitglied und Leiter der pharmazeutischen Abteilung. Als solcher führte er das Novocain für lokale Anästhesie in die Chirurgie ein und stellte die Fabrikation des Salvarsans auf Großbetrieb um. Bei der Fusion der Höchster Farbwerke zur
IG Farben
AG am 1.1.1926 wurde Ammelburg als ordentliches Vorstandsmitglied übernommen und mit der Leitung der pharmazeutischen Abteilung der
IG beauftragt. 1924 verlieh ihm die Universität München die Würde eines
Dr. med. h. c, 1928 die Universität Giessen die eines
Dr. med. vet.
h. c. Die eigenen wissenschaftlichen Arbeiten Ammelburgs über Nitrodiazonaphthaline sind von grundlegender Bedeutung für die Entwicklung der Diazofarbstoffe.
Werke ↑
Üb. d. α1- u. α2- Amidoazetnaphthalidmonosulfonsäure d. Patentes 66 354, in: Journal f.
prakt. Chemie 48, 1893, S. 286; Metaanadibromchinolin IV. m-ana-p-Tribromchinolin u. V. o-m-ana-Tribromchinolin (mit
A. Claus), in:
Berr. d.
dt. ehem. Ges. 27,
Bd. 4, 1894 u. Journal f.
prakt. Chem. 50, 1894, S. 29; Üb. d. Verhalten einiger Nitro-ß-diazonaphthaline (mit Gaess), in:
Berr. d.
dt. chem. Ges. 27, 1894, S. 2211; Metaanadichlorchinolin (mit
A. Claus), ebenda 28, 1895, S. 550, u. in: Journal f.
prakt. Chem. 51, 1895, S. 415.
Literatur ↑
Jb. d.
Univ. München, 1924;
Wenzel, 1929;
V. Werk
z. Werk,
Werksztg. d.
IG. Farbenindustrie, 1939,
Ausg. Maingau, S. 195.
Portraits ↑
Phot. in: Brücke, Nachrr.bl. f. d. Verkaufsgemeinsch. Bayer Leverkusen,
Jg. 8, H. 2, S. 144; Archiv d. Farbwerke Höchst.
Autor ↑
Erich SchlumbohmEmpfohlene Zitierweise ↑
Schlumbohm, Erich, „Ammelburg, Heinrich Alfred“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
252
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd117762687.html
Ammelburg, Heinrich Alfred
Name: Ammelburg, Heinrich Alfred
Lebensdaten: 1864 bis 1939
Geburtsort: Bornheim bei Frankfurt/Main
Sterbeort: Neuhaus bei Schliersee (Oberbayern)
Beruf/Lebensstellung: Chemiker
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Schlumbohm, ErichPND: 117762687