<< Cauer, Wilhelm Eduard Ludwig
Cellarius, Christoph >>
Cauer, Wilhelm
Mathematiker, Hochfrequenztechniker,
* 24.6.1900 Berlin,
† 22.4.1945 Berlin (als Geisel erschossen). (evangelisch)
Genealogie
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| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Wilh. s. (3);
⚭ Berlin 1925 Karoline (
* 1900),
T des Bildhauers Emil Cauer
d. J. (
s. Einl.)
u. der Adelh. Kaess (1872–1934); 2
S, 4
T.
Leben ↑
Cauer studierte an der Technischen Hochschule Berlin und an der Berliner Universität, später in Bonn, Physik und Mathematik, bestand die Diplom-Hauptprüfungen für Mathematik an der Technischen Hochschule Berlin, promovierte bei G. Hamel und K. W. Wagner und habilitierte sich anschließend als Assistent am Mathematischen Institut in Göttingen bei Professor Courant. 1930/31 war Cauer Rockefeller-Fellow am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (USA), 1935/36 Professor für angewandte Mathematik in Göttingen und Statiker bei den Fieseler Flugzeugwerken in Kassel, von 1936 ab bis zu seinem Ende Leiter des Laboratoriums der Mix & Genest Aktiengesellschaft. Als Professor für angewandte Mathematik an der Technischen Hochschule Berlin hielt er Vorlesungen über lineare Wechselstromschaltungen. - Schon früh zeigte Cauer eine große mathematisch-physikalische Begabung durch verschiedene Arbeiten auf dem Gebiet der theoretischen Physik und Mathematik; nach seiner Promotion zeigt sein Werk eine feste wissenschaftliche Richtung, in der er bis zu seinem Ende große Leistungen vollbrachte. Er war der erste Wissenschaftler auf dem Gebiet der linearen Wechselstrom
|schaltungen, der diese in einer Weise behandelte, die man heute Synthese nennt, nämlich von vorgeschriebenen Eigenschaften ausging und die Schaltungen zu diesen Eigenschaften hinterher suchte. Seine Bedeutung wurde ursprünglich unterschätzt, da die Mathematiker seine Problemstellung uninteressant fanden, die Ingenieure den komplizierten mathematischen Beweisen nicht zu folgen vermochten. Heute ist er auf der ganzen Welt anerkannt als einer der Begründer einer neuen Spezialwissenschaft, der Netzwerksynthese. Zahlreiche Forscher in Deutschland und sonst in der Welt haben sich diesem Gebiet zugewandt und arbeiten auch heute noch auf ihm. Besonders bekanntgeworden ist er durch die Arbeit „Ein Reaktanztheorem“ (in: Sitzungsberichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften, 1931, S. 673-81) und sein Buch „Theorie der linearen Wechselstromschaltungen“ (Band 1, 1941,
21954
[W-Verzeichnis(se), Patente, Biographie], Band
2 in Vorbereitung).
Literatur ↑
V. Fetzer, in: Archiv d. elektr. Übertragung.
Bd. 1, 1947, S. 84
(mit Verz. d. unveröff. W);
Pogg. VI
(W).Portraits ↑
in: Elektrotechnik 2, 1948, S. 148.
Autor ↑
Hans PilotyEmpfohlene Zitierweise ↑
Piloty, Hans, „Cauer, Wilhelm“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
179 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd143146440.html
Cauer, Wilhelm
Name: Cauer, Wilhelm
Lebensdaten: 1900 bis 1945
Geburtsort: Berlin
Sterbeort: Berlin (als Geisel erschossen)
Beruf/Lebensstellung: Physiker; Mathematiker; Hochfrequenztechniker
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Piloty, HansPND: 143146440
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Cauer, Wilhelm
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143146440
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