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Cauer, Wilhelm >>
Cauer, Wilhelm Eduard Ludwig
Eisenbahnfachmann,
* 13.2.1858 Breslau,
† 13.8.1940 Gersfeld (Rhön). (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
B Paul
s. (2);
⚭ 1) Berlin 1886 Marie (1863–1928), 2) Magd. (1861–1939), beide
T des Adolf Koch,
Prof. in Schulpforta,
u. der Karoline Schroeder; 2
S, 5
T,
u. a. Wilh. s. (4).
Leben ↑
Nach in Breslau, Potsdam, Hamm (Westfalen) und Danzig verlebten Jugendjahren studierte Cauer 1876-80 Bauingenieur-Wissenschaften an der Technischen Hochschule Berlin. 1885 legte er die 2. Staatsprüfung ab (Schinkelpreis 1884). Im Dienste der preußischen Eisenbahnverwaltung wirkte er 1888-98 an der Umgestaltung der Altonaer Bahnanlagen mit und kam, 1897 zum Eisenbahn-Bau- und Betriebsinspektor ernannt, 1899 ins Preußische Ministerium der öffentlichen Arbeiten, wo er hauptamtlich bis 1903 und im Nebenamt noch bis 1908 beschäftigt war. Schon vorher zum Dr.-Ingenieur promoviert, habilitierte er sich 1898 an der Technischen Hochschule Berlin und wurde 1903 auf den dort neu errichteten Lehrstuhl für Eisenbahnwesen berufen, wo er als Lehrer, Forscher und Planer sowie schriftstellerisch noch über seine Emeritierung (1926) hinaus besonders in der Bahn- und Bahnhofsgestaltung sowie im Sicherungswesen Bedeutendes geleistet hat. Sein Signal für doppelte Kreuzungsweichen wurde allgemein eingeführt. Später hat er sich hauptsächlich noch mit Fragen der Rangiertechnik befaßt. Als Gutachter wurde er unter anderem zu den Planungen der Eisenbahn- und Hafenanlagen in Memel, Stettin, Oslo, Saloniki und Athen, der Bahnanlagen in Köln und Zürich, sowie der Gestaltung der Berliner U-Bahnhöfe herangezogen. - Dr.-Ingenieur Ehren halber der Technischen Hochschule Darmstadt (1920), ordentliches Mitglied der Akademie des Bauwesens (1923).
Werke ↑
Betrieb
u. Verkehr d. Preuß. Staatsbahnen, 2
Bde., 1897-1903; Massengüterbahnen, 1909 (mit W. Rathenau); Personenbahnhöfe, 1912,
21926; Eisenbahnausrüstung d. Häfen, 1921; Sicherungsanlagen im Eisenbahnbetrieb, 1922; Mitarb. an mehreren Sammelwerken;
zahlr. Aufsätze in Eisenbahnfachzss.;
Verz. in: Kürschner, Gel-Kal., 1931.
Literatur ↑
Ztg. d.
Ver. Dt. Eisenbahnverwaltungen 68, 1928, S. 157
ff. (P);
Organ f. d. Fortschritte d. Eisenbahnwesens 65, 1928, S. 93 f.
(P);
Pioniere d.
dt. Eisenbahntechnik, in: Verkehrstechn. Woche 29, 1935, S. 638.
Portraits ↑
Bronzebüste
v. Emil Cauer, 1925 (Fam.besitz).
Autor ↑
Erwin MassuteEmpfohlene Zitierweise ↑
Massute, Erwin, „Cauer, Wilhelm Eduard Ludwig“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
179
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd117649090.html
Cauer, Wilhelm
Name: Cauer, Wilhelm
Namensvariante: Cauer, Wilhelm Eduard Ludwig
Lebensdaten: 1858 bis 1940
Geburtsort: Breslau
Sterbeort: Gersfeld (Rhön)
Beruf/Lebensstellung: Eisenbahnfachmann
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Massute, ErwinPND: 117649090