<< Butenschön, Johann Friedrich
Butler, Walter Graf von >>
Buths, Julius Emil Martin
Komponist,
* 7.5.1851 Wiesbaden,
† 12.3.1920 Düsseldorf. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Karl (1823–1901,
ev.), Oboist, Kammermusiker am Hoftheater in Wiesbaden;
M Maria (1830–1905,
kath.),
T des
Kaufm. Franz Christian Heckler in Wiesbaden
u. der Maria Magd. Krebs aus Ehrenbreitstein;
⚭ Helene Wolff; 2
T.
Leben ↑
Buths' musikalische Begabung zeigte sich in frühester Jugend und fand ihre berufliche Ausbildung bei Friedrich Kiel in Berlin und Ferdinand Hiller und Friedrich Gernsheim in Köln. Studienreisen führten den zielbewußten Buths nach Italien und Frankreich. Seine erste Anstellung fand er als Chorleiter in Breslau, wo Brahms auf den jungen Komponisten (Klavierkonzert d-moll, op. 8, 1870) aufmerksam wurde. 1888 wurde Buths Musikdirektor in Elberfeld, 1890 vertauschte er diese Stellung mit der gleichen Aufgabe in Düsseldorf. 1908 legte er nach einem Konflikt mit der Stadt
|verwaltung, die seinen fortschrittlichen musikpolitischen Bestrebungen nicht zu folgen vermochte, seine Stellung nieder. Bis zu seinem Tode wirkte er als Leiter des von ihm 1902 gegründeten und mit Otto Neitzel gemeinsam geführten Konservatoriums, des späteren Buths-Neitzel-Konservatoriums und heutigen Schumann-Konservatoriums der Stadt Düsseldorf, als künstlerischer Leiter des Düsseldorfer Lehrer-Gesangvereins, sowie als freier Pianist, vor allem als feinsinniger Begleiter und Komponist. - Das Hauptverdienst Buths' ist seine vorbildliche Programmgestaltung, in die er die internationale moderne Musiksympathie einbezog (bis heute unübertroffen seine Textübertragung von Elgars „Gerontius“), wie auch seine fortschrittliche musikpädagogische Tätigkeit. Persönliche Freundschaft verband ihn mit Max Reger, der gemeinsam mit ihm konzertierte und ihm seine Böcklin-Suite widmete, sowie mit Richard Strauß. Der Komponist Buths beschäftigte sich mit fast allen musikalischen Werkgattungen. Stilistisch knüpfte er an der spätromantischen Linie Brahmsscher Prägung an, gelangte später, vor allem in Orchesterliedern, zu eigenwilliger Aussage, die höchste satztechnische Sauberkeit mit einem reizvollen Klangsinn verband.
Werke ↑
Weitere W Verschiedene Lieder; Madrigal f. 9-stimmigen a-capella-Chor nach Goethes Scharade „Herzlieb“; 2 Ouvertüren f. großes Orchester; Streichquartett d
(verloren bis auf W-Skizze); Klavierquintett D; 6 Präludien f. Klavier
Literatur ↑
J. Alf, Das Düsseldorfer Musikleben unter J.
B., in:
Btrr. z. rhein. Musikgesch., H. 1, 1952, S. 54
ff.;
DBJ II (
Tl. 1920,
L);
Riemann.
Autor ↑
Julius AlfEmpfohlene Zitierweise ↑
Alf, Julius, „Buths, Julius Emil Martin“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
78 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd117184195.html
Buths, Julius
Name: Buths, Julius
Namensvariante: Buths, Julius Emil Martin
Lebensdaten: 1851 bis 1920
Geburtsort: Wiesbaden
Sterbeort: Düsseldorf
Beruf/Lebensstellung: Komponist
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Alf, JuliusPND: 117184195