<< Bussche-Haddenhausen, Ernst Gustav Freiherr von dem
Bussche-Ippenburg, Friedrich August Philipp von dem >>
Bussche-Ippenburg, Clamor, von dem
kurbrandenburgischer Diplomat,
* 27.6.1640,
† 9.3.1723 Bielefeld. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Phil. Sigismund (1598–1657), osnabrückischer Landrat,
S des Albert (
† 1602);
M Cath. El.
v. Wrede zu Uhlenburg (1613–93);
B Joh. (1642–93), hannoverischer
Gen.-Major,
gef. in der Schlacht bei Landen,
Albr. Phil. (1639–98), hannoverischer Gesandter in Wien 1676,
GR, Minister in Hannover 1682;
⚭ 1) 1679 Anna-
Elis. v. Hardenberg-Wiederstedt (1652–85), 2) 1687 Anna Maria
Gfn. zu Horn-Batenburg (1642–1740); 3
S;
N u. a. Ernst
Aug. Phil. (1681-1761 [
s. Genealogie 3],
S des
Joh.).
Leben ↑
1672 wurde Bussche-Ippenburg Drost zu Limbergen, 1676 Drost zum Sparenberge und Geheimer Amtskammerrat, 1685 versah er außerdem das Amt des Ravensbergischen Kriegskommissars. Später verlieh ihm Kurfürst Friedrich Wilhelm auch das Gografenamt zu Bielefeld. Mehr noch als im Verwaltungsdienst bewährte Bussche-Ippenburg sich jedoch als Diplomat. Sechsmal ging er zwischen 1679 und 1694 als Gesandter an den Hof des Bischofs von Münster, Mai 1682 nach Kassel, Ende September 1683 nach Bonn zum Kurfürsten von Köln und Ende Juli 1686 wiederum zum Kurkonvent nach Bonn, auf dem wichtige Entscheidungen in reichspolitischen Fragen zu treffen waren. Seine vom
|Kurfürsten voll anerkannten diplomatischen Erfolge verdankte Bussche-Ippenburg dem Umstand, daß er mit den niederdeutschen Verhältnissen wohl vertraut war und sich der Wertschätzung der dortigen Landesherren erfreute, wie dies auch der französische Gesandte am Berliner Hof, Rébénac, in einem Bericht an Ludwig XIV. hervorhebt. Bussche-Ippenburg stand auch mit Leibniz zwischen 1698 und 1704 im Briefwechsel.
Literatur ↑
A. Fahne,
Gesch. d. westfäl. Geschlechter, 1858, S. 89;
G.
v. d. Bussche,
Gesch. derer
v. d.
B., 1887;
Urkk. u. Aktenstücke
z. Gesch. d.
Kf. Frdr. Wilh. v. Brandenburg IV,
hrsg. v. F. Fehling, 1911, S. 646, 922;
Dipl. Vertr. I, S. 22
u. ö.;
G. Schnath,
Gesch. Hannovers im
Za. d. 9. Kur
u. d. engl. Sukzession I, 1938, S. 218
u. ö.Autor ↑
Hans SaringEmpfohlene Zitierweise ↑
Saring, Hans, „Bussche-Ippenburg, Clamor, von dem“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
73 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd143146343.html
Bussche-Ippenburg, Clamor von dem
Name: Bussche-Ippenburg, Clamor von dem
Lebensdaten: 1640 bis 1723
Sterbeort: Bielefeld
Beruf/Lebensstellung: brandenburgischer Diplomat
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Saring, HansPND: 143146343