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Burckhardt >>
Burckhard, Max Eugen
Theaterdirektor und Schriftsteller,
* 14.7.1854 Korneuburg,
† 16.3.1912 Wien. ((römisch)-katholisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Leop., Grundbuchführer
b. k. k. Kreisgericht:
M Amalie,
T des
Ant. Scheibner, Handelsmann in Mähren,
u. der
Barb. Leinfellner;
⚭ Sophie Nissl (geschieden, in 2. Ehe
⚭ 1894
Aug. Creydt [
† 1911], Afrikaforscher),
T des Besitzers
v. Brauerei
u. Schloß Büchsenhausen
b. Innsbruck.
Leben ↑
Burckhard besuchte das Gymnasium des Stiftes Kremsmünster und die Universität Wien. Auf Grund seines „Systems des österreichischen Privatrechtes“ (1-3, Wien 1883/89) wurde er 1886 Privatdozent und 1887 Ministerialvizesekretär des Unterrichtsministeriums. Wider Erwarten am 3.2.1890 zum artistischen Sekretär, am 13.5.1890 zum Direktor des Hofburgtheaters ernannt, erneuerte er, frei von traditionellen Bindungen, Spielplan und Ensemble. Die Einführung volkstümlicher Klassikervorstellungen, die Miteinbeziehung der Dichtungen von Ibsen, Hauptmann, Schnitzler, Raimund und Anzengruber in das Repertoire, die Verpflichtung von Fr. Mitterwurzer, J. Kainz, der A. Sandrock, H. Bleibtreu und C. Medelsky war sein Verdienst. Am 18.1.1898 durch eine Kabale gestürzt und als Hofrat an den österreichischen Verwaltungsgerichtshof berufen, wirkte er in der Folgezeit als Schriftsteller und Theaterkritiker (Neue Freie Presse, Fremdenblatt) sowie Vorsitzender des österreichischen Bühnenvereins. Seine Romane, Dramen und Novellen aus dem Alltag zeigen ihn ebenso wie seine Kritiken als Fanatiker der Gerechtigkeit.
Werke ↑
u. a. Das Recht d. Schauspieler, 1896; Ein
österr. Theaterrecht, Wien 1903; Quer durch Juristerei
u. Leben, Wien 1904; Theater, Kritiken, Vorträge
u. Aufsätze, Wien 1905;
Ant. Frdr. Mitterwurzer, Wien 1906; Das Theater, 1907, = Die Gesellschaft 18; Quer durch d. Leben, Aufsätze, 1908;
Autobiogr.: Das
lit. Echo, 1912, S. 965;
Hrsg.: Österr. Zs. f. Verwaltung, Wien 1890/91;
s. a. Nekr. z. Kürschner, Lit.-Kal 1901-35, 1936.
Literatur ↑
L. Eisenberg, Das geist. Wien, Wien 1893, S. 63; H. Bahr, Wiener Theater, 1899, S. 170-201
u. ö.;
ders., Erinnerung an
B., 1913; Das
lit. Echo, 1912, S. 960-65; H. Brunow, Das Burgtheater unter d. Leitung M.
B.s,
Diss. Wien 1923
(ungedr.);
B. Wolf, M.
B.,
Diss. Wien 1929
(ungedr.); F. Herterich, Das Burgtheater
u. seine Sendung, Wien 1946, S. 62-65
(P);
Nagl-Zeidler IV, S. 1954-63, 2071;
BJ XVIII (
Tl. 1912,
L);
Kosch, Lit.-Lex. I
(W, L).
Portraits ↑
Lithogr. v. Jos. Eberle;
Phot. v. Charles
Skolik (beide Theaterslg. d.
Österr. Nat. bibl. Wien).
Autor ↑
Gerda DoublierEmpfohlene Zitierweise ↑
Doublier, Gerda, „Burckhard, Max Eugen“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
35
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd117161144.html
Burckhard, Max
Name: Burckhard, Max
Namensvariante: Burckhard, Max Eugen
Lebensdaten: 1854 bis 1912
Geburtsort: Korneuburg
Sterbeort: Wien
Beruf/Lebensstellung: Direktor der Burgtheaters Wien; Schriftsteller
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Doublier, GerdaPND: 117161144