<< Altomonte, Bartholomäus
d'Alton, Richard Graf >>
Altomonte, Martin
Maler,
* 8.5.1657 Neapel,
† 14.9.1745 Heiligenkreuzerhof in Wien. (katholisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Michael Hohenberg, Bäckermeister in Tirol;
M Marianna, aus Bayern;
⚭ (vermutlich in 2. Ehe) Barbara Dorothea Gerkin, Wien;
S Andreas Altomonte (s. 1), Bartholomäus Altomonte (s. 2).
Leben ↑
Altomonte ist 1673 in Rom nachweisbar und arbeitete dort bei G. B. Gaulli, G. Brandi und C. Maratti. 1684 folgte er für fünf Jahre einer Berufung des Königs Sobiesky nach Warschau, wo er polnischer Hofmaler wurde. Von dort siedelte er nach Wien über und wurde Kaiserlicher Kammermaler. 1720 finden wir ihn in Linz, 1724 wieder in Wien ansässig. 1738 wurde Altomonte Familiaris des Stiftes Heiligenkreuz. Unter den zahlreichen Altarblättern und Deckenfresken, die er in Wien, Nieder- und Oberösterreich, im Burgenland, Salzburg und der Steiermark gemalt hat, lassen sich die römischen, sowie venetianischen und neapolitanischen Vorbilder erkennen, die er in sehr persönlicher Weise verarbeitet hat. Zu Altomontes Freskomalereien gehören
u. a. die Arbeiten im Unteren Belvedere in Wien (Marmor- und gelber Saal, 1716), die Deckengemälde der unteren Sakristei von
St. Stephan in Wien (1732), sowie die Entwürfe der Deckenfresken im Marmorsaal des Stiftes
St. Florian, die sein Sohn Bartholomäus 1724 ausführte. Für den Kaisersaal des Stiftes Kremsmünster malte er die Bildnisse der deutschen Kaiser. Zeichnungen von Altomonte befinden sich im Stift
St. Florian, in der Wiener Albertina und ein Skizzenbuch in Melk.
Werke ↑
zum Gesamtartikel: Österr. Kunsttopogr.,
Bd. 3, Wien 1909, S. 344 ff.,
Bd. 19, ebenda 1926,
Bd. 29, ebenda 1940; J. Klaus, Martin
A., Sein Leben u. sein Werk in
Österr., Wien 1916; M. Riesenhuber, Die kirchl. Barockkunst Österr.s, 1924, S. 513; L. K. Garzarolli-Thurnlackh, Die barocke Handzeichnung in
Österr., 1928; M. Dvořák,
Entwicklungsgesch. d. barocken Deckenmalerei Wiens, 1929, S. 227, 235, 241;
A. Feulner, Skulptur u. Malerei d. 18.
Jh. in
Dtld., 1929, S. 172, 175 f.; G. Dehio,
Hdb. d.
dt. Kunstdenkmäler Österr.s,
Bd. 1,
21935; G. Dehio-K. Ginhart,
Hdb. d. Kunstdenkmäler in der Ostmark, 1. u. 2.
Bd.,
21941;
Österr. Ztschr. f. Denkmalpflege,
Jg. 4, H. 5/6, 1950, S. 106 bis 120;
ThB;
Bénézit I, 1948.
Autor ↑
Margarete Braun-RonsdorfEmpfohlene Zitierweise ↑
Braun-Ronsdorf, Margarete, „Altomonte, Martin“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
229
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118830651.html
Altomonte, Martino
Name: Altomonte, Martino
Namensvariante: Hohenberg, Martin
Lebensdaten: 1657 bis 1745
Geburtsort: Neapel
Sterbeort: Heiligenkreuzerhof in Wien
Beruf/Lebensstellung: Maler
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Braun-Ronsdorf, MargaretePND: 118830651