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Altmütter, Georg
Technologe,
* 6.10.1787 Wien,
† 2.1.1858 Wien.
Genealogie
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| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Matthias Altmütter (1750–1821), Geiger an der Wiener Hoftheaterkapelle.
Leben ↑
Nach Studien in Wien und Prag war Altmütter Assistent der Physik am Theresianum in Wien, seit 1816 Professor der mechanischen Technologie am Polytechnischen Institut in Wien. Er legte große Sammlungen von technischen Werkzeugen und Fabriksprodukten an und wurde durch zahlreiche technische Erfindungen (Verbesserung der Spielkartenfabrikation, Gießen von Stecknadelköpfen, Fertigung von Erd- und Himmelsgloben, neue Werkzeuge
usw.) bekannt. Er war ein Freund Grillparzers. Die Reste seiner Sammlungen sind jetzt im Technischen Museum zu Wien.
Werke ↑
Beschreibung d. Werkzeugslg. am Polytechn.
Inst. z. Wien, 1825; Stereotypie u. Schriftgießerei, in: Prechtls Technol
Enc., 1830–52.
Literatur ↑
ADB I
(W);
W. Exner,
Lb. führender
österr. Polytechniker, 1927, S. 18
(P);
E. Kurzel-Runtscheiner, G.
A., in: Neue Ordnung, 7. Folge, Wien 1946;
Wurzbach I, IX;
Pogg. I.
Autor ↑
Franz FeldhausEmpfohlene Zitierweise ↑
Feldhaus, Franz M., „Altmütter, Georg“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
227
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd11629535X.html
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Altmütter, Georg
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Altmütter: Georg
A.
, Technolog, geb. 6. Oct.
1787 zu Wien, Sohn
eines geachteten Violinspielers der Hofburgtheatercapelle, †
2. Jan. 1858 in Wien. Er studirte hier und in Prag die
Philosophie und die Rechte, folgte aber schließlich der Richtung,
welche ihm seine Vorliebe für Naturwissenschaften und technische
Gegenstände anwies. Von 1813—1815 versah er die Stelle eines
Assistenten beim Lehrfache der Physik an der k. k. Theresianischen
Ritterakademie zu Wien, dann einige Monate lang denselben Dienst
am dortigen polytechnischen Institut. Der letztgenannten
Lehranstalt gehörte er vom Juli 1816 bis zu seinem Tode als
Professor der mechanischen Technologie an. In dieser Stellung ward
er der Schöpfer der großartigen Sammlungen von technischen
Werkzeugen und Fabriksproducten, welche als Zierden des
polytechnischen Instituts kaum ihres gleichen haben. Seine
geräuschlose Wirksamkeit als Berather der Gewerbetreibenden war
eine sehr bedeutende; der technologischen Wissenschaft hat er
durch gründliches Eingehen auf die vor ihm allgemein
vernachlässigten Einzelheiten und durch Verfolgung der praktischen
Richtung überhaupt eine neue Bahn gebrochen, auf welcher mehrere
seiner Schüler in seinem Geiste rüstig fortgeschritten sind. Mit
Scharfblick und Erfindungstalent so wie mit Gewandtheit im
Experimentiren und in feinen technischen Handarbeiten begabt,
lieferte er mannichfaltige eigenthümliche Leistungen, z. B.
Anleitung zur Darstellung des Metallmoos (1819, 1823) und der
Glasincrustationen (1824), eine neue Guillochirmaschine (1826);
Verbesserungen der Spielkartenfabrikation (1826), das Gießen der
Stecknadelköpfe (1829), Anleitung zur Verfertigung der Erd- und
Himmelsgloben (1829), viele neue oder verbesserte Werkzeuge etc.
Als Schriftsteller hat er nur ein selbständiges Werk geliefert:
"Die Beschreibung der Werkzeugsammlung am polytechnischen Institut
zu Wien" (1825, dritter Abdruck 1847): dagegen wurden zahlreiche
Arbeiten von ihm in den "Jahrbüchern des Wiener polytechnischen
Instituts" (1819—30) und anderen Zeitschriften, ganz besonders
aber in Prechtl's "Technologischer Encyklopädie" (1830—52)
gedruckt. Unter den Beiträgen zu dieser Encyklopädie ist der
bedeutendste der Artikel: "Stereotypie und Schriftgießerei", der
für sich allein den Umfang eines sehr starken Bandes hat.
|Literatur ↑
Verhandlungen und Mittheilungen des nieder-österreichischen
Gewerbe-Vereins 1858, 2. Heft). Gersdorf, Leipz. Repert. der
deutschen und ausl. Litteratur 1858. Nr. 3020.
Autor ↑
Karmarsch.
Empfohlene Zitierweise ↑
Karmarsch, Karl, „Altmütter, Georg“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
371-372
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd11629535X.html?anchor=adb