Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

NDB-Artikel

<< Buesgen, Moritz Heinrich Wilhelm Albert Emil     Büssing, Johann Heinrich Friedrich Wilhelm >>

Büsinck, Ludolph (nicht Louis, Ludwig)

Holzschneider und Maler, * zwischen 1599 und 1602 Hannoversch Münden, 15.1.1669 Hannoversch Münden. (lutherisch)


GenealogieLebenLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Joh. aus Strückhausen (Oldenburg); M Kunigunde Voß; 6 K, u. a. Wilh. Ludolph (1635–73), Maler, 1660 in Utrecht, 1661 in Münden erwähnt (s. ThB).

Leben  
Büsinck verbrachte möglicherweise seine Lehrzeit in Holland (Utrecht?), ist zwischen 1623 und 1630 in Paris nachweisbar, wo er datierte Holzschnitte nach Zeichnungen von Georges Lallemand anfertigte, die zum Teil im Verlag von Melchior Tavernier erschienen sind. Seit 1630 war er wieder in Münden, wo 1639 seine Aufnahme in die Kaufmannsgilde, 1647 seine Tätigkeit als Zollverwalter erwähnt wird. Nach 1630 finden sich keine datierten Holzschnitte mehr, was möglicherweise auf das Ende von Büsincks Tätigkeit für den Holzschnitt deutet. Erhalten ist eine 1636 signierte und datierte Tafel in der Sakristei der Paulskirche in Göttingen vom ehemaligen Hochaltar der dortigen Johanneskirche; 1639 wird der Auftrag zu einem Gemälde mit der Einnahme von Münden durch Tilly (1626) erwähnt. Büsincks Holzschnitte zeigen stilistisch und technisch (Helldunkel) zunächst holländische und später in Paris italienische Einflüsse. Die um 1630 entstandenen Holzschnitte (Themen: Bettler, Bauern, Genremotive; Technik: Schwarzweißholzschnitt) beruhen vor allem auf der Kenntnis der in den 20er Jahren entstandenen Arbeiten Jacques Callots sowie auch der des J. Bellange. Büsinck leistet den einzigen künstlerisch bedeutenden deutschen Beitrag zum Holzschnitt des 17. Jahrhunderts.

Literatur  
E. Sudeck, Bettlerdarst. v. Ende d. 15. Jh. bis z. Rembrandt, 1931, S. 75 f.; W. Stechow, Neues Göttinger Jb. 4, 1933/34, S. 5 f.; ders., in: The Print Collectors Quarterly 25, Cansas City, Miss., 1938, S. 393 f.; ders., ebenda, 26, 1939, S. 349 f. (Kat. d. 35 Holzschnitte, davon 24 farbig); ThB.

Autor  
Wolfgang Wegner
Empfohlene Zitierweise  

Wegner, Wolfgang, „Büsinck, Ludolph“, in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 4 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd136186866.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 3 (1957), S. 4

PND: 136186866
Artikel drucken

Index

Büsinck, Ludolph

Name: Büsinck, Ludolph
Namensvariante: Büsinck, Louis
Namensvariante: Büsinck, Ludwig
Lebensdaten: 1599 bis 1669
Sterbeort: Hannoversch Münden
Beruf/Lebensstellung: Holzschnitzer; Maler
Konfession: lutherisch
Autor NDB: Wegner, Wolfgang
PND: 136186866

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Büsinck, Ludolph

PND
136186866

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)

Portraitnachweise
Virtuelles Kupferstichkabinett

Nachlässe
Kalliope