Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

NDB-Artikel

<< Bürklein, Georg Christian Friedrich     Bürkner, Hans Friedrich Hermann >>

Bürkli, Karl

Sozialpolitiker und Publizist, * 31.7.1823 Zürich, 20.10.1901 Mettmenstetten (Kanton Zürich). (reformiert)


GenealogieLebenLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
Zu der gleichen Zürcher Bürgerfamilie gehören auch der kaiserliche Feldmarschall Heinr. B., Ritter v. Hohenburg (1647–1730), der während des Spanischen Erbfolgekrieges eine Rolle in dem sog. Mercy'schen Handel gespielt hat (s. ADB III), wie auch der schweizerische Staatsmann u. Dichter Johannes (1745-1804 [s. ADB III]) u. der Journalist Joh. Heinr. (1760 bis 1821 [s. ADB III]); V Joh. Gg. (1798–1851), Kaufm., Offz. u. Musikschriftsteller in Zürich, S des Joh. Gg., Kaufm.u. Pannerhauptmann; M Anna Wilh., T des Hans Wilh. Füssli, Kaufm.in Zürich; Ov Gg. Conr., Seidenindustrieller in Zürich; B Leop. (1818–98), Maler (s. ThB).

Leben  
Nach einer Gerberlehre in Zürich und Wanderzeit in Frankreich kam Bürkli nach Paris, wo er sich für die Sozialtheorie Ch. Fouriers begeisterte. 1848 nach Zürich zurückgekehrt, trat er bald publizistisch für die von M. Rittinghausen übernommene Idee der direkten Demokratie sowie für F. Coignets Kredittheorie ein und wirkte maßgebend mit bei der Gründung und Verwaltung eines ersten schweizerischen Konsumvereins in Zürich. Das Scheitern eines fourieristischen Kolonisationsunternehmens in Texas, an dem er führend beteiligt war, schädigte seinen Einfluß. 1858 wieder in Zürich, kämpfte er gegen kapitalistische Tendenzen im Konsumverein, für volkstümliche Reformen im Militärwesen, für eine kantonale Staatsbank und später auch für das Proportionalsystem bei Wahlen. Mit der demokratischen Bewegung kam er in den Züricher Verfassungsrat von 1868 und wie schon 1851-55 erneut ins Kantonsparlament (1869-78 und 1882-99). 1866 schloß er sich der ersten Internationale an. Er wirkte, ohne eigentlich Marxist zu werden, in der schweizerischen|sozialdemokratischen Arbeiterbewegung, deren Führer H. Greulich er in evolutionistisch-genossenschaftlichem Sinn beeinflußte. Als Verfechter der direkten Demokratie fand er auch bei deutschen Sozialdemokraten Anerkennung.

Literatur  
K. Kautsky, Parlamentarismus u. Demokratie, 21911; P. Lang, K. B., Zürich 1920 (W, L, P); M. Gridazzi, Die Entwicklung d. sozialist. Ideen in d. Schweiz, ebenda 1935, S. 88-107; HBLS II; Schweiz. Lex. II, 1946.

Portraits  
Hschn. v. H. Scheu, 1895.

Autor  
Peter Gilg
Empfohlene Zitierweise  

Gilg, Peter, „Bürkli, Karl“, in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 1 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd117667099.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 3 (1957), S. 1 f.

PND: 117667099
Artikel drucken

Index

Bürkli, Karl

Name: Bürkli, Karl
Lebensdaten: 1823 bis 1901
Geburtsort: Zürich
Sterbeort: Mettmenstetten (Kanton Zürich)
Beruf/Lebensstellung: Sozialpolitiker; Publizist
Konfession: reformiert
Autor NDB: Gilg, Peter
PND: 117667099

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Bürkli, Karl

PND
117667099

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika
Historisches Lexikon der Schweiz (HLS)

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)
OPAC der BSB München

Nachlässe
Kalliope