<< Buskühl, Ernst
Busoni, Ferruccio Benvenuto >>
Busley, Carl Georg
Maschinenbauer und Flottenpolitiker,
* 7.10.1850 Neustrelitz,
† 13.2.1928 an Bord der „Fulda“ im Roten Meer. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Frdr. Wilh., Hofbüchsenmacher in Neustrelitz;
M Luise Friederike Deniselle;
⚭ Friederike,
T des Industriellen
v. Lilienthal in Elberfeld; 1
T.
Leben ↑
Busley studierte Schiffsmaschinenbau an der Technischen Hochschule Charlottenburg (1871–74), wo er unter anderem mit Karl Ziese, dem späteren Besitzer der Schichauwerke, und Topp (Schiffbaudirektor bei den Schichauwerken) befreundet war. 1875 ging er als Maschineningenieur an die Kaiserliche Werft in Kiel und wurde 1879 Lehrer der Maschinenkunde an der Marineakademie (Marine- und Deckoffizierschule), daneben unternahm er häufige Studienreisen ins Ausland. Er war wiederholt Preisrichter auf Industrie- und Weltausstellungen (1889 Hamburg, 1893 Chicago, 1894 Antwerpen, 1895 Lübeck, 1897 Brüssel, 1900 Paris). 1895 trat er bei den F. Schichau-Werken in Danzig-Elbing als Bevollmächtigter ein. Auf Busleys Anregung wurde 1899 die „Schiffbautechnische Gesellschaft“ gegründet, deren 1. Vorsitzender er 28 Jahre lang blieb. Er war Tirpitz bei seinen Flottenplänen ein wertvoller Mitarbeiter und Helfer: In zahlreichen Vorträgen suchte er das Verständnis für die Bedeutung der See und des Überseehandels zu wecken. Busley gehörte daher 1898 zu den eifrigsten Vorkämpfern für die Errichtung eines deutschen Flottenvereins nach dem Vorbild der englischen Naval League. Er war auch die treibende Kraft bei der Errichtung der Kieler Woche und bei der Gründung des Deutschen Luftfahrerverbandes (1902), faßte die Luftverbände zur Fédération Aéronautique Internationale zusammen (erster Vizepräsident) und gründete 1908 die Union internationale du Yachting Automobile (1. stellvertretender Vorsitzender). 1912 Dr.-Ingenieur Ehren halber Technische Hochschule Berlin-Charlottenburg.
Werke ↑
u. a. Die Schiffsmaschine, 2
Bde. u. 1 Atlas, 1883,
31891 (1889 russ., 1892 engl.); Die Entwicklung d. Segelschiffes, 1920;
zahlr. Aufsätze in Fachzss.
Literatur ↑
VDI-Zs., 1928, S. 404 f.
(P);
VDI-
Nachrr.. 1928,
Nr. 8
(P);
Mitt. d.
Ak. Ver. Hütte, 1928,
Nr. 3, S. 1
(P);
W.
v. Lans, in: Schiffbau, 1928, H. 5, S. 1;
Werft, Reederei, Hafen, 1928, S. 66;
Jb. d. Schiffbautechn.
Ges. 30, 1929, S. 58-69
(P);
W.
v. Lans, in:
DBJ X, S. 25-31 (
u. Tl. 1928,
W,
L).
Autor ↑
Carl Graf von, vor KlinckowstroemEmpfohlene Zitierweise ↑
Klinckowstroem, Carl Graf von, „Busley, Carl Georg“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
70
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd117183318.html
Busley, Carl
Name: Busley, Carl
Namensvariante: Busley, Carl Georg
Namensvariante: Busley, Karl
Namensvariante: Busley, Karl Georg
Lebensdaten: 1850 bis 1928
Geburtsort: Neustrelitz
Sterbeort: an Bord der „Fulda“ im Roten Meer
Beruf/Lebensstellung: Flottenpolitiker; Schiffbauingenieur; Marineingenieur
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Klinckowstroem, Carl Graf vonPND: 117183318