<< Busenbaum, Hermann
Busley, Carl Georg >>
Buskühl, Ernst
Bergwerksdirektor,
* 12.10.1880 Halle (Westfalen),
† 9.9.1945 Gelsenkirchen-Buer. (reformiert)
Genealogie
| Leben
| Werke
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| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Gottlieb, Fabrikant,
S des Kantors
Frdr. aus Hiddenhausen
u. der Minna Dor. Rieso;
M Berta (
kath.),
T des
Kaufm. Carl
Frdr. Kisker
u. der Bertha Seraphine Windhorst;
⚭ Wattenscheid 1909 Hildegard Vietor; 3
S.
Leben ↑
Buskühl studierte das Bergfach in München und Aachen, wurde 1904 Bergreferendar und 1908 Bergassessor. Nach vorübergehender Beschäftigung beim Verein für die bergbaulichen Interessen in Essen (Bergbauverein) wurde er 1912 Bergwerksdirektor (Vorstandsmitglied) bei der Bergwerks-Aktiengesellschaft Consolidation in Gelsenkirchen. 1922 erfolgte seine Berufung in den Vorstand der Mannesmannröhren-Werke Aktiengesellschaft in Düsseldorf, 1935 übernahm er den Vorsitz des Vorstandes der Harpener Bergbau Aktiengesellschaft Dortmund (bis 1945). Er hat das Fortbestehen und die Entwicklung dieses Unternehmens in einer Zeit zu sichern verstanden, die an Erschütterungen kaum ihresgleichen hatte. Seit 1925 im Vorstand des Bergbauvereins und des Zechenverbandes, wurde er 1937 als Nachfolger von Ernst Brandi Leiter der Bezirksgruppe Stein
|kohlenbergbau Ruhr der Wirtschaftsgruppe Bergbau und des Bergbauvereins. Damit übernahm er trotz der Arbeitslast, die die Leitung der Harpener Bergbau Aktiengesellschaft mit sich brachte, neue zusätzliche Aufgaben. Von bleibender Bedeutung ist sein tatkräftiges Eintreten für alle Gemeinschaftsaufgaben des Steinkohlenbergbaus (Ehrensenator der Universität Münster und Ehrenbürger der Technischen Hochschule Aachen). Diese Aufgaben erstreckten sich auf alle diejenigen wirtschaftlichen und technischen Fragen, die mit der Leistungssteigerung des Ruhrbergbaus, aber auch mit der Behandlung der für den Bergbau besonders wichtigen Probleme der Wasserwirtschaft (Emschergenossenschaft und Lippeverband) in Zusammenhang standen. Die Bergschulausbildung, wie überhaupt der gesamte vielseitige Aufgabenbereich der Westfälischen Berggewerkschaftskasse, erfuhr durch seine Mitarbeit im Vorstand dieser Gemeinschaftseinrichtung des Ruhrbergbaus eine tatkräftige Förderung. Seine Arbeit als Vorsitzender des Vereins zur Überwachung der Kraftwirtschaft der Ruhrzechen trug wesentlich zur Förderung kraftwirtschaftlicher Erfordernisse der Schachtanlagen bei. Der Gemeinschaftsarbeit galt auch sein maßgebliches Wirken in den Aufsichtsräten der Ruhrbenzin Aktiengesellschaft, der Ruhrgas Aktiengesellschaft, der Steinkohlen-Elektrizität Aktiengesellschaft, der Ruhr-Chemie Aktiengesellschaft und des Rheinisch Westfälischen Kohlensyndikats. Buskühl war ferner Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund.
Werke ↑
Der Einsatz d. Ruhrbergbaus, in: Vierjahresplan, 1938,
Nr. 6, S. 324/28; Die
nat. Bedeutung d.
dt. Steinkohle, in: Dt. Volkswirt 12, 1937/38,
Nr. 40,
Beil.: Die Wschft. im neuen
Dtld. in Einzeldarst., Folge 20: Der Steinkohlenbergbau, ein Wegbereiter
dt. Wschft.aufstiegs, S. 10; Die Steinkohle im Vierjahresplan, in: Ruhr
u. Rhein, 1938,
Nr. 44, S. 991/95; Ausweitung d. Steinkohlenwschft., in: Vierjahresplan, 1939,
Nr. 1/2, S. 25/29; Leistungen
u. Aufgaben d. Ruhrkohlenbergbaus im Rahmen d. neuen kohlen-
u. energiewschftl. Entwicklung, in: Glückauf, 1939,
Nr. 24, S. 505/11; Der Ruhrbergbau in d. Leistungsprobe, in: Vierjahresplan, 1942,
Nr. 5, S. 218/21.
Literatur ↑
Glückauf, 1940, S. 580;
F. Pudor, Nekrologe aus d. rhein.-westfäl. Wschft.gebiet,
Jg. 1939-51,1955, S. 103 f.;
Rhdb. I, 1930;
Wi. X, 1935.
Autor ↑
Fritz PudorEmpfohlene Zitierweise ↑
Pudor, Fritz, „Buskühl, Ernst“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
69 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd133303438.html