<< Alexander, der Wilde
Alexandra Feodorowna, geborene Prinzessin Alix Victoria Helene Louise Beatrix von Hessen >>
Alexander, Andreas
Mathematiker,
* Regensburg um 1475,
† nach 1504.
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Leben ↑
Alexander hat in Köln promoviert und war 1502-04 Lehrer der Mathematik an der Universität Leipzig, wo er über das 1. und 3. Buch der Elemente Euklids, über Arithmetik, Perspektive und Musik las. Nach Zeugnissen der Zeit war Magister Alexander ein bedeutender Mathe
|matiker, der sich um die Verbreitung der Algebra verdient machte, deren erste Spuren in Deutschland sich 1461 finden. Als Lehrer Alexanders wird der Predigermönch Aquinas genannt, der sich schon vor 1471 mit algebraischen Aufgabenlösungen beschäftigte. Alexander gilt als Übersetzer und Kommentator einer lateinischen Algebra, des „Initius Algebras“. In einer Schrift „Mathemalogium“ setzt sich Alexander mit mathematischen Problemen auseinander, die für das Studium des Aristoteles wichtig sind (
z. B. Inkommensurabilität, Quadratur des Kreises, Parallelenaxiom), wobei die Notwendigkeit des Beweises betont wird. Das „Mathemalogium“, von dem nur ein 1. Teil bekannt ist, widmete Alexander dem damaligen Dekan Paul Schrvoffheym im Jahre 1504; seit diesem Jahr erscheint Alexander nicht mehr in der Matrikel der Leipziger Universität.
Werke ↑
Mathemalogium prime partis Andree alexandri Ratisbonensis mathematici super nouam et veterem loycam Aristotelis, Leipzig 1504;
Hrsg.: Perspectiva Joannis Pisani, Leipzig 1504; Die Algebra des Initius Algebras ad Ylem geometram magistrum suum,
hrsg. v. M. Curtze, in:
Abh. z. Gesch. d.
math. Wiss., H. 13, 1902, S. 435-611.
Literatur ↑
A. G, Kästner,
Gesch. d. Mathematik II, Göttingen 1797, S. 271-73;
A. Beriet, Die Coss
v. Adam Riese,
Progr. Annaberg 1860,
Neudr. 1892;
M. Cantor, Vorlesungen
üb. d.
Gesch. d. Mathematik II,
21900, S. 423;
G. Eneström, Ein verschollener
dt. Cossist aus d. Anfang d. 16. Jh.s, in:
Bibl. Mathematica 3, 1902, S. 355-60;
ders., Üb. d.
dt. Mathematiker A.
A., ebenda 4, 1903, S. 290 f., 403, 10, 1910, S. 344 f.
Autor ↑
Kurt VogelEmpfohlene Zitierweise ↑
Vogel, Kurt, „Alexander, Andreas“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
195 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd120259869.html