Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

NDB-Artikel

<< Buderus, Hugo     Büchel, Dietrich von >>

Buderus, Johann Wilhelm

* 20.7.1740 Friedrichshütte, 1.5.1806 Friedrichshütte. (evangelisch)


GenealogieLebenLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Johann Wilhelm (1690–1753), Gründer der Buderus-Werke, seit 1731 Pächter der Solms-Laubachschen „Friedrichshütte“ nebst 2 Hammerwerken im westlichen Vogelsberg, sein Verdienst ist ein neues Verhüttungsverfahren, so daß auch unreine und strengflüssige Eisenerze zum Schmelzen kamen, deren Qualität er beim 2. Entkohlen und Reinigen verbesserte, S des Heinrich Christian, Bäcker und Bürgermeister zu Nassau, und der „Burgerswitwe Gleichmann“ Anna Eulalia Hofmann; M Elisabeth Magd. (1707–88), T des Pfarrers Nies aus Wallau bei Wiesbaden, „Kammerjungfer der regierenden Gräfin von Solms-Laubach“, eine Verwandte der Malerfamilie Tischtein, hat das Lebenswerk ihres Gatten in den schweren Zeiten des 7jährigen Krieges erhalten und mit großer Tatkraft fortgeführt; 1) Pohl-Göns 1768 Wilhelmine (1747–82) 2) Friedrichshütte 1783 Christine (1760–1820), beide T des Hüttenherrn Johannes Trieb in Weilburg, Besitzer der Audenschmiede im Weiltal; 4 K aus 1), u. a. Georg Friedrich (1777–1840, Frankfurt/Main 1805 Luise, 1789–1852, T des mit Goethe und seiner Mutter nah verbundenen Hofrats Bernhard Crespel), hat den Bergwerks- und Hüttenbesitz weiter vermehrt, „Buderus“ wird unter ihm unstreitig, insbesondere auf dem|Gebiet des Ofengusses, das führende Unternehmen an der Lahn; 3 K aus 2).

Leben  
Nach Studium in Marburg/Lahn wurde Buderus 1762 Buchhalter, 1768 Leiter der Friedrichshütte, bei der er sogleich einen Zainhammer zur Herstellung von Eisen für Nagelschmiede anlegte. 1779 pachtete er den im Hessen-Darmstädtischen gelegenen Schellenhausener Hammer, wodurch das Unternehmen zum ersten Male mit einer eigenen Anlage über das Solms-Laubachsche Gebiet hinausgriff; gleichzeitig erhielt er das ausschließliche Recht des Eisenverkaufs in 5 oberhessischen Ämtern. Am bedeutungsvollsten für die Firma aber war der Erwerb der ertragreichen Audenschmiede im Nassau-Weilburgischen 1797, er bedeutete den Beginn der heute für die Buderus-Eisenwerke AG so charakteristischen Ausdehnungs- bzw. Filialpolitik. Zur Sicherstellung der Erzversorgung der Schmiede ging Buderus zum eigenen Bergbau über.

Literatur  
W. Serlo. Männer d. Bergbaus, 1937; H. Schubert, Das Eisenhüttenwesen im Gebiet d. mittleren Lahn u. d. Vogelsberges mit bes. Berücksichtigung d. durch d. Fa. B. betriebenen Eisenwerke, in: Vom Ursprung u. Werden d. B. Eisenwerke I, 193B (P, auch v. Gg. Frdr. u. seiner Ehefrau Luise geb. Crespel); H. van Ham, J. W. B., in: Nassauische Lb. II, 1943, S. 100-69 (L, P).

Portraits  
Kol. Bild (im Besitz v. S. Krönig, Koblenz).

Autor  
Herman van Ham
Empfohlene Zitierweise  

Ham, Hermann van, „Buderus, Johann Wilhelm“, in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 716 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd135655609.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 2 (1955), S. 716 f.

PND: 135655609
Artikel drucken

Index

Buderus, Johann Wilhelm

Name: Buderus, Johann Wilhelm
Lebensdaten: 1740 bis 1806
Geburtsort: Friedrichshütte
Sterbeort: Friedrichshütte
Beruf/Lebensstellung: Industrieller
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Ham, Hermann van
PND: 135655609

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Buderus, Johann Wilhelm

PND
135655609

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)

Nachlässe
Kalliope