<< Buderus
Buderus, Johann Wilhelm >>
Buderus, Hugo
Gießereifachmann,
* 9.3.1841 Hirzenhain (Oberhessen),
† 25.1.1907 Hirzenhain (Oberhessen). (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Georg (1808–73), Bergrat,
S des Johann Christian, Hüttenherr auf der Audenschmiede im Fürstentum Nassau-Weilburg, und der Sophia Spieß;
M Christina genannt Margaretha Hillen (1814–85);
⚭ 1) Zürich 1868 Luise von Bavier (1845–74), 2) Hirzenhain 1888 Eugenie Duden (1852–1925); 1
T Luise (
⚭ Adalbert Freiherr von Starck, Kammerherr, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Buderus-Werke
AG).
Leben ↑
Nach Studien in Gießen trat Buderus in das Unternehmen der Familie ein, wurde 1870 Prokurist und 1874 Teilhaber der ihr gehörigen Main-Weser-Hütte bei Lollar mit den Zweigwerken Hirzenhain und Christianshütte in Nassau. 1869 war er als Führer der Lahngruppe an der Gründung des Vereins Deutscher Eisengießereien beteiligt, dessen Vorstand er jahrzehntelang angehörte. Buderus hat die Holzkohlenhochöfen um 1880 außer Betrieb gesetzt und die Gießerei, die zeitweise nach Lollar verlegt war, auf Coupolofenbetrieb eingerichtet. Die ersten Dauerbrandöfen in Deutschland, insbesondere die Regulier-Füllöfen nach dem Lönholdtschen Patent, die mit Anthrazit oder Koks geheizt wurden, und die
sog. irischen Öfen, Regulieröfen für jede Art von Brennstoff, wurden hier hergestellt. Zur Ergänzung des Gießereibetriebes hat Buderus in Hirzenhain zwei Werke errichtet, in denen der Emailbezug von Gußwaren,
z. B. von Ofenverzierungen gebrannt wurde, wodurch die bisherige, wenig hitzebeständige Emailmalerei ersetzt wurde. Auf der Main-Weser-Hütte erbaute er in den 90er Jahren zur Verwertung der Hochofenschlacke ein Zementwerk, in dem er das für die Zementtechnik sehr bedeutsame von Forellsche Verfahren eingeführt hat.
Literatur ↑
Stahl u. Eisen, 1907, S. 221
(P);
I. Ferfer, Die neuere
Gesch. d.
B.sehen Eisenwerke, in: Ursprung u. Werden d.
B.sehen Eisenwerke Wetzlar, 2
Bde., 1938
(Qu, L).Portraits ↑
Phot. im Werksarchiv in Wetzlar.
Autor ↑
Herman van Ham Empfohlene Zitierweise ↑
Ham, Hermann van, „Buderus, Hugo“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
716
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd133253619.html
Buderus, Hugo
Name: Buderus, Hugo
Lebensdaten: 1841 bis 1907
Geburtsort: Hirzenhain (Oberhessen)
Sterbeort: Hirzenhain (Oberhessen)
Beruf/Lebensstellung: Industrieller; Gießereifachmann
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Ham, Hermann vanPND: 133253619