<< Aldringen, Johann Freiherr, Graf von
Alemann, Friedrich Adolph von >>
Alefeld (genannt Alefeld-Lechdring, Lechdringhausen), Friedrich Christoph Wilhelm
Arzt und Botaniker,
* 21.10.1820 Gräfenhausen bei Darmstadt,
† 28.4.1872 Ober-Ramstadt. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
Aus hessischem Gelehrtengeschlecht;
Stamm-V Johann Ludwig Alefeld (1695–1760), ordetlicher Professor der Dichtkunst und Philosophie und der Physik und Rektor in Gießen;
V Georg Wilhelm Karl Alefeld, Kirchenrat, Dekan zu Eberstadt und Pfarrer;
M Katharina Graff aus Lyon;
⚭ 11.11.1847 Luise,
T des Kirchenrats Johann Jakob Vogel aus Nieder-Ramstadt; 2
K.
Leben ↑
Alefeld studierte Medizin und Naturwissenschaften in Gießen und Heidelberg. 1843 in Gießen promoviert, wirkte er als praktischer Arzt zunächst in Niedermodau, dann 25 Jahre in Ober-Ramstadt. Seine wissenschaftliche Tätigkeit richtete sich besonders auf die taxonomische Bearbeitung der heimischen Nutzpflanzen (vornehmlich Leguminosen und Malvaceen). Daneben hat er die kleine Familie der Pirolaceen monographisch dargestellt. Das Verdienst seiner „Landwirtschaftlichen Flora … Mitteleuropas" (1866) ist die systematische Behandlung aller Kulturvarietäten, doch fand die Aufstellung einiger neuer Gattungen keine Zustimmung. An weitere Kreise wandte sich ferner die „Bienenflora“ (1856), während die „Phytobalneologie“ (1863) die Methoden der Naturheilkunde über eine dieser Richtung wenig aufgeschlossene Zeit weiterreichte. Alefeld war Mitglied verschiedener naturwissenschaftlicher Gesellschaften.
Literatur ↑
ADB I; H. Schenck, in:
Hess. Biogrr. III, 1934, S. 17-20
(W).
Portraits ↑
Ölgem. v. Prof. Noack in Darmstadt.
Autor ↑
Martin MüllerottEmpfohlene Zitierweise ↑
Müllerott, Martin, „Alefeld, Friedrich Christoph Wilhelm“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
190
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd11628465X.html
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Alegambe, Philipp >>
Alefeld, Friedrich
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Alefeld: Friedrich
A.
, gen.
Lechdring
Lechdringhausen, Arzt und Botaniker, geb. 21. Oct. 1820 zu Gräfenhausen in Hessen-Darmstadt, †
28. April 1872 zu Ober-Ramstadt. Sohn des zu Nieder-Modau
verstorbenen Kirchenraths
A.
, besuchte er (nach Privatmittheilungen) die Gymnasien
zu Worms und Darmstadt, bezog 1839 die Universität Gießen und
studirte 1840—42 zu Heidelberg, wo er insbesondere der
Naturwissenschaft sich zuwandte, darauf promovirte er zu Gießen am
23. Sept. 1843. Nach einer halbjährigen praktischen Thätigkeit im
Juliushospital zu Würzburg, ließ er sich als Arzt in der Nähe von
Darmstadt und zwar zuerst im Frühling 1844 zu Nieder-Modau und
drei Jahre später zu Ober-Ramstadt nieder. Seine wissenschaftliche
Thätigkeit richtete sich insbesondere auf die systematische
Bearbeitung der deutschen Nutzpflanzen, unter denen er die
einzelnen Formen mit großem Fleiße zu unterscheiden und
festzustellen suchte, wobei er freilich sich hie und da wol etwas
zu sehr der Aufstellung neuer Arten und Gattungen zuneigte, wie
das ja so leicht geschieht. Diese Arbeiten führten ihn weiter zur
Bearbeitung einzelner Pflanzengattungen insbesondere aus den
Familien der Leguminosen und Malvaceen. Außer einer Reihe von
Abhandlungen in den deutschen botanischen Zeitschriften (bes.
Bonplandia und Flora) schrieb er: "Die Bienenflora Deutschlands"
(Darmstadt 1856), "Grundzüge der Phytobalneologie od. Lehre von
den Kräuterbädern" (Neuwied 1863), "Landwirthschaftliche Flora
Mittel-Europa's" (Berlin 1866).
Literatur ↑
Pritzel, Thes. lit. bot.; Catalog of
scientific papers I. p. 40.
Autor ↑
C. Jessen.
Empfohlene Zitierweise ↑
Jessen, Carl, „Alefeld, Friedrich“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
333
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd11628465X.html?anchor=adb
Alefeld, Friedrich
Name: Alefeld, Friedrich
Namensvariante: Alefeld, Friedrich Christoph Wilhelm
Namensvariante: Alefeld-Lechdring, Friedrich
Namensvariante: Lechdringhausen, Friedrich
Namensvariante: Lechdring, Friedrich
Lebensdaten: 1820 bis 1872
Geburtsort: Gräfenhausen bei Darmstadt
Sterbeort: Ober-Ramstadt
Beruf/Lebensstellung: Botaniker; Arzt
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Müllerott, MartinAutor ADB:
Jessen, CarlPND: 11628465X