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NDB-Artikel

<< Brunner von Wattenwyl, Karl Ritter     Bruns. >>

Brunonen

sächsisches Geschlecht, Grafen von Braunschweig.


LebenLiteraturAutorZitierweise

Leben  
Die Herkunft des Geschlechts ist unsicher. Seit den Tagen Ottos I. ist es im braunschweigischen Raum (Brun I., Liudolf I., 942) bezeugt und zählte seit der 2. Hälfte des 10. Jahrhunderts zu den mächtigsten Familien Ostfalens. Daneben hatte es auch in Friesland Herrschafts- und Besitztitel inne. Brun II. ( 1016 ?) wird wohl mit Recht als der Begründer Braunschweigs betrachtet. Er war mit Gisela vermählt, der späteren Gemahlin Kaiser Konrads II. Die verwandtschaftlichen Beziehungen zu dem salischen Hause wurden ver|stärkt durch die Ehe Ekberts I. ( 1068) mit Irmgard von Susa, einer Tante Berthas von Turin, der ersten Gemahlin Heinrichs IV. Ihnen verdankte er wohl auch, daß er 1067 die frei gewordene Markgrafschaft Meißen erhielt, in der ihm ein Jahr darauf sein Sohn Ekbert II. ( 1090) folgte. Stand bereits Ekbert I. nicht immer zu dem jungen König, so ließ der Ehrgeiz seinen Sohn in den Auseinandersetzungen zwischen Heinrich IV. und dem sächsischen Stamm und dann der deutschen Fürstenopposition ein intrigenreiches Spiel treiben, in dem er mehrfach die Partei wechselte und schließlich zu einem erbitterten Gegner des Königs wurde, was ihm 1086 den Verlust seiner Markgrafschaft eintrug. 1089 wurde er zum Reichsfeind erklärt, und ein Jahr darauf fand er in einer Fehde den Tod. Seine umfangreichen Eigengüter fielen an seine Schwester Gertrud und gelangten dann über deren Tochter Richenza an Lothar von Supplinburg.

Literatur  
H. Böttger, Die B., 1865; O. Posse, Die Markgrafen v. Meißen, 1881; P. Rockrohr, Die letzten B., Diss. Halle 1885; G. Meyer v. Knonau, Jbb. d. dt. Reiches unter Heinrich IV. u. V., Bd. 1-4, 1890-1903; L. Hüttebräuker, Das Erbe Heinr.s d. Löwen, 1927; E. Brandenburg, Probleme um Kaiserin Gisela, in: SB d. Ak. d. Wiss. Leipzig, 1928; K. Woltereck, Zur Gründung v. Goslar u. Braunschweig, in: HV 25, 1931, S. 23-44. 177-213; N. Bischoff, Üb. d. Chronol. d. Kaiserin Gisela u. üb. d. Verweigerung ihrer Krönung durch Aribo v. Mainz, in: MIÖG 58, 1950, S. 285-309; R. Göbel, Die sächs. Grafen (919–1024), Diss. Göttingen 1954 (ungedr.).

Autor  
Hans-Joachim Freytag
Empfohlene Zitierweise  

Freytag, Hans-Joachim, „Brunonen“, in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 684 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd124555780.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 2 (1955), S. 684 f.

PND: 124555780
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Index

Brunonen

Name: Brunonen
Lebensdaten: unbekannt
Beruf/Lebensstellung: sächsische Grafen
Konfession: katholisch
Autor NDB: Freytag, Hans-Joachim
PND: 124555780

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Brunonen

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