<< Brugsch-Pascha, Heinrich Ferdinand Karl
Brun >>
Brulliot, Franz Josef Augustinus
Maler, Kupferstecher, Kunsthistoriker,
* 16.2.1780 Düsseldorf,
† 13.11.1836 München (an der Cholera). (katholisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Josef (1739–1827), Maler, Professor und Inspektor der Galerie in Düsseldorf, später Aufseher der Münchner Galerie;
M Anna Katharina Sophie Lucas aus Köln (
† 1785);
⚭ 1815 Josephine von Lajolais aus Weißenburg; 7
K,
u. a. Robert, Nachfolger seines Vaters als Direktor der Kupferstichsammlung, Carl Johann (1831–97), Opernregisseur (1859–73 in Karlsruhe, 1873-92 in München, hier 1. Gesamtinszenierung von Richard Wagners Ring);
N Wilhelm Eduard Schorn (1806–57), Direktor des Kupferstichkabinetts Berlin.
Leben ↑
Brulliot erhielt seine künstlerische Ausbildung bei seinem Vater und bei J. P. Langer. 1808, als
|Gehilfe am Münchner Kupferstichkabinett, begann er mit der Katalogisierung der Bestände nach A. Bartsch. Als Inspektor (Direktor) des Kabinetts - seit 1822 - machte er sich durch bedeutende Ankäufe, eine Gesamtinventarisation bis 1834 sowie die 1836 beantragte Überweisung der textlosen Holzschnitt- und Kupferstich-Inkunabeln der Bayerischen Staatsbibliothek um den Ausbau seiner Sammlung verdient. Ein wichtiger Beitrag zur Erforschung der Graphik ist sein „Dictionnaire des Monogrammes“. Brulliots Plan einer zehnbändigen Ergänzung des „Peintregraveur“ von A. Bartsch in Verbindung mit anderen Gelehrten wurde durch seinen Tod vereitelt, seine Vorarbeiten wurden von seinem Sohn Robert Karl Nagler zur Verfügung gestellt, der in seinem Werk über die Monogrammisten Brulliots Arbeiten weitergeführt hat. Auch Brulliots Neffe W. E. Schorn ging 1825 bei ihm in die Lehre.
Werke ↑
Dict. des Monogrammes, Lettres initiales et Marques figurées …, 1817 (12
Hh.),
21832/34 (3
Bde.); Table Générale des Monogrammes …, 1820
(ergänzt Dict. u. A. Bartsch);
Kat. d.
Slg. Frhr. v. Aretin, 2
Bde., 1827;
Kat. d.
Slg. Popp, 1834.
Literatur ↑
ADB III;
K. Nagler, Monogrammisten I, 1858, S. 12, 14;
H.
v. Fallmann, Die
kgl. graph.
Slg. zu München, 1908, S. 21 ff.;
K. K. Eberlein, in:
Jb. f.
Kunstwiss., 1924/25. S. 116 f.
(L, P);
P. Halm, in:
Bayer. Kulturpflege, 1945, S. 117;
ThB (auch f. V). - Zu S Carl Joh.: ADB XLVII;
L. Eisenberg, Großes biogr. Lex. d. dt. Bühne im 19. Jh., 1903.
Portraits ↑
Selbstbildnis, um 1820,
Abb. b. Eberlein, Tafel 36 (s.
L).
Autor ↑
Wolfgang WegnerEmpfohlene Zitierweise ↑
Wegner, Wolfgang, „Brulliot, Franz Josef Augustinus“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
668 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116776153.html
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Brüllisauer, Bartholomäus >>
Brulliot, Franz
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Brulliot: Franz B., Kupferstecher und Kunstschriftsteller, Sohn des nicht ungeschickten Historienmalers Joseph
B. (geb. zu Mannheim 1739, Professor an der Düsseldorfer Akademie und Inspector an der Galerie daselbst, seit 1805 in gleicher Stellung zu München, † das. 1827). Franz kam am 16. Febr, 1780 in Düsseldorf auf die Welt. Er begann seine Kunststudien unter der Anleitung des Directors Langer auf der Akademie seiner Vaterstadt und wandte sich dem Kupferstechen zu, im Jahre 1805 ging er nach München. Daselbst wurde er 1808 Assistent an der königlichen Kupferstichsammlung unter Schmid, was ihn veranlaßte, die ausübende Künstlerthätigkeit aufzugeben und sich der Kupferstichkunde zu widmen. Er bereiste zur Ausbildung in diesem Fache die größeren Städte Deutschlands, Italiens, Frankreichs und der Niederlande. Die Frucht dieser Studien war das "Dictionnaire des Monogrammes" (2 Bde., München 1817), das trotz großer Mängel gegen das früher auf diesem Felde Geleistete immerhin einen beträchtlichen Fortschritt bezeichnet. Er ergänzte es durch die "Table
générale des Monogrammes" (München 1820.) Eine zweite stark umgearbeitete Auflage erschien in drei Bänden, München 1832—34. Im Jahre 1822 wurde
B. Conservator am genannten Kupferstichcabinet. Er trug sich mit dem Gedanken, ein auf 10 Bände berechnetes Supplement zu Bartsch's "Peintre-graveur" herauszugeben; leider aber wurde diese Absicht des kenntnißreichen Mannes durch Tod unterbrochen.
B. starb den 13. November 1836 zu München an der Cholera.
Autor ↑
W. Schmidt.Empfohlene Zitierweise ↑
Schmidt, Wilhelm, „Brulliot, Franz“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
3
(1876), S.
419-420
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116776153.html?anchor=adb
Brulliot, Franz
Name: Brulliot, Franz
Namensvariante: Brulliot, Franz Josef Augustinus
Lebensdaten: 1780 bis 1836
Geburtsort: Düsseldorf
Sterbeort: München (an der Cholera)
Beruf/Lebensstellung: Maler; Kupferstecher; Kunsthistoriker
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Wegner, WolfgangAutor ADB:
Schmidt, WilhelmPND: 116776153