<< Breuer, Peter
Breuning >>
Breunig, Georg Ritter von
bayerischer Finanzminister,
* 1.8.1855 Dettelbach (Unterfranken),
† 6.1.1933 München. (katholisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
Aus unterfränkischer Bauernfamilie;
V Jakob (1799–1870), Ökonom und Mühlbesitzer,
S des Franz, Ökonom in Weilbach bei Miltenberg, und der Anna Maria Farrenkopf aus Breitendiel;
M Marg. Schraut (1832–65) aus Sulzwiesen;
⚭ 1886 Carola,
T des Notars Michael Seuffert in Würzburg, aus bekannter Juristenfamilie; 6
K,
u.a. Walter, Architekt, Gertrud (
⚭ Hans Heinrich Borcherdt, 1887–1965, Literarhistoriker in München).
Leben ↑
Breunig studierte Rechtswissenschaft in Würzburg, Leipzig und Berlin, wurde 1895 Regierungs- und Fiskalrat in Würzburg, 1901 Rat am Verwaltungsgerichtshof in München, 1903 Ministerialrat im Bayerischen Finanzministerium und Kronanwalt, 1912 Finanzminister im Kabinett Hertling. Er wirkte vor dem ersten Weltkrieg maßgebend mit bei der Neugestaltung und Kommentierung der bayerischen Steuergesetzgebung (Gesetz vom 14.8.1910), begründete 1913 die „Bayerische Staatszeitung“, setzte im gleichen Jahr als Kronanwalt die Erhebung des Prinzregenten Ludwig zum König durch und 1918 die Errichtung des Reichsfinanzhofes in München. Seine besondere Fürsorge galt den Staatsforsten, den Staatstheatern und der Krongutsverwaltung mit den Schlössern Ludwigs II. Der erste Weltkrieg stellte die bayerische Finanzverwaltung und ihren Leiter vor große Schwierigkeiten, die er im Rahmen des Möglichen zu meistern verstand, so daß sich beim Ende des Krieges der bayerische Staatshaushalt in ge
|ordnetem Zustand befand. Infolge der Revolution vom November 1918 trat er mit dem ganzen Kabinett Dandl zurück, wirkte aber 1920-23 noch im Reichsdienst als Senatspräsident am Reichsfinanzhof in München.
Werke ↑
Denkschr. üb. d. Reform d. direkten Steuern in Bayern; Kommentare
z. bayer. Einkommensteuergesetz u. d.
bayer. Ertragssteuergesetzen
v. 1910, 1911, 1912; Kommentar
z. bayer. Vermögenssteuergesetz, 1919; Kommentar
z. Gesetz
üb. d. Reichsnotopfer, 1921 (mit Lewinski).
Literatur ↑
P.
v. Merkel, in:
Mitt. d. Reichsverbandes d. ak. Finanz- u. Zollbeamten, 1933, H. 1;
H. Laubmann, in:
Bll. d.
Ak. Gesangver. Würzburg, 1933.
Portraits ↑
Gem. v. A.
v. Dahmen, 1916 (Fam.besitz); Radierung
v. Sepp Frank, 1932.
Autor ↑
Heinrich HuberEmpfohlene Zitierweise ↑
Huber, Heinrich, „Breunig, Georg Ritter von“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
607 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116493593.html
Breunig, Georg Ritter von
Name: Breunig, Georg Ritter von
Lebensdaten: 1855 bis 1933
Geburtsort: Dettelbach (Unterfranken)
Sterbeort: München
Beruf/Lebensstellung: bayerischer Finanzminister
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Huber, HeinrichPND: 116493593