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Breloer, Bernhard

Indologe, * 8.11.1894 Herne (Westfalen), 20.4.1947 Tiflis in russischer Kriegsgefangenschaft. (katholisch)


GenealogieLebenWerkeAutorZitierweise

Genealogie  
V Bernhard, Mühlenbesitzer in Recklinghausen; M Auguste Lueg; Bonn 1935 Marie van de Sandt; 2 S, 1 T.

Leben  
Breloer machte den 1. Weltkrieg mit und studierte, nach kurzem Kriegsstudium in Jena, Indologie bei H. Jacobi und W. Kirfel in Bonn und bei W. Geiger in München, sowie Musikwissenschaft und klassische Philologie. Nach seiner Promotion 1921 beschäftigte er sich vor allem unter Führung von Josef Partsch in Berlin mit Problemen des indischen Rechts und promovierte 1927 in Bonn zum Dr. iur. Noch im gleichen Jahr habilitierte er sich in Bonn für Indologie. 1935 folgte er einem Ruf an die Universität Berlin als Nachfolger von H. Lüders. - Schon die philologische Dissertation erarbeitete neue Erkenntnisse für die Musikwissenschaft. Breloer wies nach, daß die theoretische Grundlage der indischen klassischen Musik die reine Pentatonik ist. Die Kauṭalīya-Studien gewinnen durch juristisch-terminologische Interpretation und sorgfältige Verwendung rechtsvergleichender Methoden eine zuverlässige Inhaltsdeutung der Fragmente des Megasthenes über Indien und damit einen außerindischen Prüfstein für die Darlegungen des Kauṭalīya. Ergebnisse der beiden ersten Bände sind, daß dem alten Indien ein Eigentum an Grund und Boden und ein Sklaventum antiker Prägung unbekannt gewesen sind. Im 3. Band gelingt es Breloer, erstmalig viele technische Einzelheiten des indischen Verwaltungsapparates deutlich zu machen und damit die Maschinerie altindischer Finanz- und Wirtschaftsverwaltung nachzuzeichnen.

Werke  
Die Grundelemente d. altind. Musik nach d. Bhāratīya-nāṭya-śāstra, 1922; Kauṭalīya-Stud.: I. Das Grundeigentum in Indien, 1927, II. Altind. Privatrecht b. Megasthenes und Kauṭalya, 1928, III/1. Finanzverwaltung u. Wirtschaftsführung, 1934; Alexanders Kampf gegen Poros, 1933; Alexanders Bund mit Poros, Indien v. Dareios z. Sandrakottos, 1941; Aufsätze z. einzelnen Megasthenesfragmenten, in: Zs. d. Dt. Morgenländ. Ges., NF 13, 14, 18, 20, 1934-41; Die Śākya, ebenda 19, 1940.

Autor  
Hans Losch
Empfohlene Zitierweise  

Losch, Hans, „Breloer, Bernhard“, in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 580 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd127431799.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 2 (1955), S. 580

PND: 127431799
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Index

Breloer, Bernhard

Name: Breloer, Bernhard
Lebensdaten: 1894 bis 1947
Geburtsort: Herne (Westfalen)
Sterbeort: Tiflis in russischer Kriegsgefangenschaft
Beruf/Lebensstellung: Indologe
Konfession: katholisch
Autor NDB: Losch, Hans
PND: 127431799

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Breloer, Bernhard

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127431799

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