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Böcking. >>
Boeckh, Georg Friedrich Richard
Statistiker,
* 28.3.1824 Berlin,
† 5.12.1907 Berlin. (evangelisch)
Genealogie
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| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V August s. (1);
⚭ Berlin 1855 Isabella (1829–1902),
T des Vortragenden Rats im Staatsministerium Gustav
Ad. von Tzschoppe (
† 1842) und der Isabella
Magd. Friedrichs; 2
S, 3
T.
Leben ↑
Boeckh trat 1852 nach Abschluß seiner rechts- und staatswissenschaftlichen Studien als Regierungsassessor in das Preußische Statistische Büro ein, wo er die „Auswärtige Statistik“ bearbeitete. Nach einer mehrjährigen Unterbrechung, während der er bei der Regierung in Potsdam war, kehrte er 1861 wieder in das Preußische Statistische Büro zurück, dem er bis 1875 angehörte. In dieser Zeit hat er vor allem die Bevölkerungsstatistik ganz außerordentlich gefördert, dabei die Grundlagen der Nationalitätenstatistik geschaffen und eine Sterblichkeitstafel für Preußen aufgestellt. Diese verdankt ihre Berühmtheit dem Umstand, daß sie mit Hilfe der
sog. „Boeckhschen Methode“ errechnet wurde, die später in allen statistischen Ämtern des Reiches angewendet wurde, und zwar nicht allein bei Sterblichkeitsmessungen, sondern bei allen zählbaren Erscheinungen des menschlichen Lebens überhaupt. - 1875 übernahm Boeckh die Leitung des Statistischen Büros von Berlin (bis 1902), wobei er sich wiederum vor allem der Bevölkerungsstatistik widmete, ihr neue Aufgabengebiete erschloß und ihre Erhebungsmethoden vervollkommnete. Nachdem er 1862-81 Dozent am Statistischen Seminar des Preußischen Statististischen Büros gewesen war, wurde er 1881 außerordentlicher Professor und 1895 ordentlicher Honorarprofessor an der Universität Berlin. Die Jahrgänge 1876-1902 des sehr umfangreichen Statistischen Jahrbuchs der Stadt Berlin hat er nicht nur herausgegeben, sondern größtenteils selbst geschrieben.
Werke ↑
Allg. Übersicht d.
Veröff. aus d. administrativen Statistik d. verschiedenen Staaten, 1856; Ortschaftenstatistik u.
hist.-geogr. Übersicht d.
Reg.-
Bez. Potsdam u. d. Stadt Berlin, 1861; Die geschichtl. Entwicklung d. amtl. Statistik im
preuß. Staat, 1863; Die Statist. Bedeutung d. Volkssprache als Kennzeichen d. Nationalität. 1866; Der Deutschen Volkszahl u. Sprachgebiet in den
europ. Staaten, 1869; Sterblichkeitstafeln f. d.
Preuß. Staat, in:
Jbb. f. Nat.ökonomie u. Statistik, 1875; Bevölkerungs-, Gewerbe- u. Wohnungsaufnahme
v. 1.12.1874, 4
Bde., 1878.
Literatur ↑
Zur Erinnerung an R.
B., Lebensgang u. Schriftenübersicht,
hrsg. v. W. Boeckh
(Sohn), 1908;
Statist.
Jb. d. Stadt Berlin,
Jg. 31, 1909, S. I-XII
(P);
Hdwb. d.
Staatswiss.,
Bd. 3,
31909, S. 125 f.,
Bd. 2,
41924, S. 989 f.
(W);
Hdwb. d. Grenz- u. Auslandsdeutschtums I, 1935, S. 485
(W);
BJ XII (Totenliste 1907,
L).
Autor ↑
Ernst MeierEmpfohlene Zitierweise ↑
Meier, Ernst, „Boeckh, Georg Friedrich Richard“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
367
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116216859.html
Boeckh, Richard
Name: Boeckh, Richard
Namensvariante: Boeckh, Georg Friedrich Richard
Lebensdaten: 1824 bis 1907
Geburtsort: Berlin
Sterbeort: Berlin
Beruf/Lebensstellung: Statistiker; Professor der Statistik
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Meier, ErnstPND: 116216859