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NDB-Artikel

<< Boeckh, August     Boeckh, Georg Friedrich Richard >>

Boeckh, Christian Friedrich von

evangelischer Theologe, * 1.4.1795 Polsingen (Ries), 27.9.1875 München.


GenealogieLebenWerkeLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Georg Christoph Friedrich, Pfarrer in Polsingen und Creglingen, Dekan in Schwabach; M T des Generalsuperintendenten Schäblen in Öttingen, verwandt mit dem württembergischen Dichter Christian Schubart ( 1791); Lotte, T des Gymnasialrektors Schäfer in Ansbach (Boeckhs Lehrer); kinderlos.

Leben  
Nach dem Studium in Erlangen übernahm Boeckh die Hofmeisterstelle bei dem Staatsrat C. Grafen von Drechsel in München und Ansbach. 1821 wurde ihm die 3. Pfarrstelle bei St. Jakob in Nürnberg, 1826 die 2. bei St. Lorenz übertragen. 1830 wurde er zum Dekan in München auf Wunsch König Ludwigs I. berufen, 1849 durch die Entscheidung Max' II zum Oberkonsistorialrat ernannt. - Nach innerer Auseinandersetzung mit der Theologie der Aufklärung fand er in Nürnberg seinen Standpunkt im Kreis von G. Thomasius und K. von Raumer. Schopenhauer stand zu ihm dauernd in guten Beziehungen. Mit großer Umsicht bereitete er den Boden für die Beilegung des Löheschen Konfliktes durch A. von Harleß, an dessen Rückgewinnung für Bayern er mit Geschick beteiligt war. Boeckhs Katechismus und Agende trugen entscheidend zur Vereinheitlichung der evangelischen Kirche Bayerns bei; beide fanden außerhalb Bayerns und Deutschlands Aufnahme.

Werke  
Dr. M. Luthers kleiner Katechismus mit hinweisenden u. erläuternden Sprüchen aus d. hl. Schrift, 1836 (erst 1898 v. d. Landeskatechismus K. Buchruckers abgelöst); Erklärung d. kleinen Katechismus Luthers …, 1839, 271896; Agende f. ev. Kirchen, 1836, 21844, = „Münchener Agende“ (mit J. Ch. Edelmann u. H. Puchta); Ev.-luth. Agende, 1870, = „Boeckhsche Agende“; 14 agendar. Passionsandachten, 1873; zahlr. Predigten; Erinnerungen aus meinen 35 ersten Lebensjahren, 1872; Erinnerungen aus d. Jahren 1830–73, 1874.

Literatur  
K. Buchrucker, Rede am Grabe d. Herrn Ch. F. v. B., 1875; H. Kreßel, Die Liturgie d. ev.-luth. Kirche in Bayern r. d. Rh., 1935. - Qu.: Akten d. kgl. bayer. Oberkonsistoriums.

Portraits  
Holzschnitt nach H. Bürkner (Dresden Kupf.-Kab.); Lithogr. v. F. Förster (Graph. Slg. München).

Autor  
Ludwig Turtur
Empfohlene Zitierweise  

Turtur, Ludwig, „Boeckh, Christian Friedrich von“, in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 367 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd130564206.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 2 (1955), S. 367
Erwähnungen: 
NDB 2 (1955), S.  366 Familienartikel

PND: 130564206
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Index

Boeckh, Friedrich von

Name: Boeckh, Friedrich von
Namensvariante: Boeckh, Christian Friedrich von
Lebensdaten: 1795 bis 1875
Geburtsort: Polsingen (Ries)
Sterbeort: München
Beruf/Lebensstellung: evangelischer Theologe
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Turtur, Ludwig
PND: 130564206

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Boeckh, Friedrich von

PND
130564206

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Personennamendatei (PND)
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