<< Bösendorfer, Ludwig
Boetius, Sebastian >>
Böß, Gustav August Johann Heinrich
Oberbürgermeister von Berlin,
* 11.4.1873 Gießen,
† 6.2.1946 Bernried/Starnberger See. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Karl (1842–1902), Prokurist;
M Hermine Bingmann (1848–1909);
⚭ 1911 Anna Stege (1876–1952); 2
S, 2
T.
Leben ↑
Bösendorfer legte an der Universität Gießen das kameralistische Staatsexamen ab. Nach kurzer Tätigkeit im hessischen Finanzdienst ging er zur preußisch-hessischen Eisenbahnverwaltung über und wurde 1910 in Berlin-Schöneberg Stadtrat.
|Seine Erfolge bewogen die Stadt Berlin, ihn 1912 zum Kämmerer zu wählen. Im Januar 1921 wurde er Oberbürgermeister der neuen Einheitsgemeinde Berlin. Seine bedeutenden Verdienste um die Organisation fast aller städtischen Aufgabenkreise wurden durch die Folgen der Weltwirtschaftskrise für Berlin und den so genannten Sklarekskandal verdunkelt. Nach einem Disziplinarverfahren ließ er sich 1930 pensionieren und zog sich, nachdem die Nationalsozialisten ihn 1933 aufs neue verfolgt hatten, nach Oberbayern zurück.
Werke ↑
Die Not in Berlin, 1923; Wie helfen wir uns? Wege
z. wirtschaftl. Wiederaufstieg, 1926; Berlin
v. heute, Stadtverwaltung u. Wirtschaft, 1929.
Literatur ↑
F. C. A. Lange, Groß-Berliner
Tageb. 1920–33, 1951;
E. Kaeber, Die Oberbürgermeister Berlins seit d. Steinschen Städteordnung, in:
Jb. d.
Ver. f. d.
Gesch. Berlins, 1952.
Autor ↑
Ernst KaeberEmpfohlene Zitierweise ↑
Kaeber, Ernst, „Böß, Gustav August Johann Heinrich“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
408-409
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118660853.html
Böß, Gustav
Name: Böß, Gustav
Namensvariante: Böß, Gustav August Johann Heinrich
Lebensdaten: 1873 bis 1946
Geburtsort: Gießen
Sterbeort: Bernried/Starnberger See
Beruf/Lebensstellung: Oberbürgermeister von Berlin
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Kaeber, ErnstPND: 118660853