<< Boden, August Friedrich von
Bodenhausen, genannt Degener, Hans Eberhard Freiherr von >>
Boden, Friedrich Wilhelm Karl
Geologe,
* 16.12.1882 Einbeck (Regierungsbezirk Hildesheim),
† 7.8.1939 München. (lutherisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Carl August Friedrich, Bürger und Brauereibesitzer in Einbeck,
S des Friedrich August (1804–67), Kaufmann in Einbeck, und der Johanna
Dor. Friederike Gohde(n) (1806–71);
M Marie
Karol. Adelh. Emilie,
T des Georg Karl Steinberg und der Wilhelmine Amalie Müller;
⚭ München 1935 Johanna Maria Stierstorfer; kinderlos.
Leben ↑
Boden studierte seit 1903 in Straßburg bei A. Tornquist, anschließend bei A. Rothpletz in München (Promotion 1907). 1912 an der Universität München für Geologie habilitiert, wurde er 1923 Konservator an der dortigen Staatssammlung. Während des 1. Weltkrieges
|war er als Kriegsgeologe tätig. - Boden hat sich als kartierender und praktischer Geologe, als Stratigraph und Paläogeograph, als Tektoniker, Petrograph, ja selbst als Paläontologe, vor allem aber als regionaler Geologe betätigt und hervorgetan. Sein Lebenswerk galt dem geologischen Bau der bayerischen Alpen, in der für die Geschichte der Alpengeologie ausschlaggebenden Wendezeit, als die in den Westalpen aufgestellte Deckentheorie auf die Ostalpen übertragen wurde. Er hat dabei zwischen Autochthonismus und Nappismus glücklich vermittelt und durch Vertiefung der Untersuchung eine neue Grundlage für den weiteren Gang der Ostalpengeologie geschaffen. Ein Hauptverdienst erwarb sich Boden durch die Untersuchung der verschieden alten, besonders der tertiären Konglomerate der bayerischen Alpen. Seine monographischen Einzeluntersuchungen hat er im „Geologischen Wanderbuch für die bayerischen Alpen“ (1930,
21935) zusammengefaßt, das weit über den üblichen Exkursionsführer hinaus eine meisterhafte Gesamtdarstellung des damals bekannten Stoffs unter dem Gesichtspunkt der aktuellen Probleme der Alpengeologie bietet.
Literatur ↑
Zs. d. Dt. Geol. Ges. 91, 1939, S. 848;
W. Quenstedt, 25 J.
Geol. Wanderbuch
v. K.
B., in:
Mitt. d.
Geogr. Ges. München, 1954/55
(W).Autor ↑
Werner QuenstedtEmpfohlene Zitierweise ↑
Quenstedt, Werner, „Boden, Friedrich Wilhelm Karl“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
353 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116215712.html
Boden, Karl
Name: Boden, Karl
Namensvariante: Boden, Friedrich Wilhelm Karl
Lebensdaten: 1882 bis 1939
Geburtsort: Einbeck (Regierungsbezirk Hildesheim)
Sterbeort: München
Beruf/Lebensstellung: Geologe
Konfession: lutherisch
Autor NDB:
Quenstedt, WernerPND: 116215712