<< Ager, Nikolaus
Agilolfinger. >>
Agilfrid (Agelfredus, Egelfredus, Eilfried)
Bischof von Lüttich (seit 765),
† 787 (784?).
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Agilfrid war Franke von adliger Herkunft, Mönch von
St. Amand zu Elno im Hennegau, dann Abt von
St. Bavo in Gent und vielleicht auch von
St. Amand-Elno und war sehr angesehen am Hofe Karls des Großen. Als Bischof von Lüttich soll er den gefangenen Langobardenkönig Desiderius samt dessen Gemahlin und Tochter vorübergehend in Verwahr gehabt haben. - Agilfrid veranlaßte eine Überarbeitung der Lebensbeschreibung des Lütticher Märtyrerbischofs
St. Lambert (durch den Lütticher Domherrn Godescalc). Seine eigene (von Demarteau behauptete) Verfasserschaft der Biographie des
hl. Bavo bleibt fraglich. Doch hat er wohl an der Sachsenbekehrung teilgehabt und bereits eine Kirche zu Osnabrück gegründet.
Literatur ↑
ADB I;
J. Chapeaville, … Gesta pontificum … Leodinensium I, Leiden 1612, 149 c. 32;
S. Abel-B.
v. Simson,
Jbb. d.
fränk. Reiches unter Karl
d. Gr. I,
21888,
S. 71, 194, 351 f.;
J. Demarteau, Saint Bavon et son premier biographe, in:
Bull. de la Société d'Art et d'Histoire du Diocèse de Liége 13, 1902,
S. 124 ff.;
Hauck II, S. 208
Anm. 2, 812;
E. Müller,
Entstehungsgesch. d.
sächs. Bistümer in:
Qu. u.
F z. Gesch. Niedersachsens 47, 1938;
(weitere L z. Frage d. Osnabrücker Gesch.-Fälschung);
Dict. Hist. Géogr. I, 1912,
Sp. 958 f.
Autor ↑
Walter KaemmererEmpfohlene Zitierweise ↑
Kaemmerer, Walter, „Agilfrid“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
94
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135580978.html
<< Agdollo, Peter Alosius Marquis d'
Agnes von Poitiers >>
Agilfrid
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Agilfrid: (Agelfredus,
Egelfredus), ein Franke von vornehmer Herkunft, geb. am
Anfang des 8. Jahrhunderts, Mönch von Elno, Abt von St. Bavo zu
Gent und 765 Bischof des i. J. 714 von Maestricht nach Lüttich
verlegten tongrischen Bisthums. Er war an Karls des Gr. Hofe sehr
angesehen und erhielt vom Könige manche Privilegien für sein
Stift. Seiner Huth ward einer Angabe der Jahrbücher des Kl. Lobbes
zufolge der besiegte Longobardenkönig Desiderius mit seiner
Gemahlin Ansa übergeben. Auch scheint er bei der Bekehrung
Sachsens und zwar in den Bezirken von Osnabrück betheiligt gewesen
zu sein und nach nicht unglaubwürdiger Ueberlieferung hat er an
dem genannten Orte eine Kirche gegründet. Er ist im J. 787
gestorben.
Autor ↑
Alberdingk Thijm.
Empfohlene Zitierweise ↑
Alberdingk, Thijm, „Agilfrid“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
138
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135580978.html?anchor=adb
Agilfried
Name: Agilfried
Namensvariante: Agelfredus
Namensvariante: Egelfredus
Namensvariante: Eilfried
Namensvariante: Agilfrid
Lebensdaten: erwähnt 765, gestorben vermutlich 784 oder 787
Beruf/Lebensstellung: Bischof von Lüttich
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Kaemmerer, WalterAutor ADB:
Alberdingk, ThijmPND: 135580978
Informationsangebote zu
Agilfried
PND
135580978
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