<< Kinon, Ferdinand
Kinsky, Franz Ulrich Graf >>
Kinsky
von Wchinitz und Tettau. (katholisch)
Leben ↑
Seit Anfang des 13. Jahrhunderts unter dem Namen „Wchinsky“ auftretendes Geschlecht, das zu den mächtigsten und einflußreichsten des böhmischen Herrenstandes gehörte. Die Namensform „Kinsky“ wurde erst von Wilhelm (siehe 3) angewandt. – Grafenstand 1628/76/87, böhmischer Fürstenstand (primogen) 1746, Reichsfürstenstand (primogen) 1747. – In habsburgischen Diensten standen die Feldmarschälle
Franz Ulrich Fürst (1726–92, siehe
ADB 15) und
Joseph Graf (1731–1804), Reformer der Kavallerie (siehe
ADB 15), und dessen Bruder
Franz Graf (1739–1805), General, Oberdirektor und Reformer der Militärakademie in Wiener Neustadt (siehe
ADB 15;
Pogg. I), die 4 Brüder und Generäle
Karl Graf (1766–1831),
Franz (1769–1843),
Christian (1776–1835) und
Anton (1779–1864). Tochter von Franz war
Bertha von Suttner (
† 1914), die Präsidentin der österreichischen Gesellschaft der Friedensfreunde. Ferner:
Ferdinand Fürst (1781–1812), Oberst, Mäzen Beethovens,
Rudolf (1802–36), Präses der Landesregierung von Oberösterreich, Förderer der slawischen Sprache und Literatur (mit
Franz Palacky),
Carl Fürst (1858–1919), Diplomat in London und Petersburg, Sieger (als einziger Ausländer) im Grand National Steeplechase (siehe
ÖBL), und
Ferdinand (1866–1916), Oberstallmeister.
Nora Gräfin Wilczek geborene Gräfin Kinsky (1888–1923) machte sich im 1. Weltkrieg um die Kriegsgefangenen in Rußland verdient (siehe Literatur).
Kinsky, Franz Ulrich Graf
Kinsky, Joseph Graf
Kinsky, Wilhelm Graf
Kinsky
Name: Kinsky
Namensvariante: Wchinsky
Namensvariante: Kinsky von Wchinitz und Tettau
Lebensdaten: unbekannt
Beruf/Lebensstellung: Grafen und Fürsten Kinsky; böhmisches Adelsgeschlecht
Konfession: katholisch; utraquistisch
Autor NDB:
Müller, KlausPND: 122692403