<< Bergmann, Carl Georg Lucas Christian
Bergmüller, Johann Georg >>
Bergmann, Leonhard Sigmund Ludwig
Gründer der Elektrizitätswerke Bergmann
AG,
* 9.6.1851 Tennstedt (Kreis Erfurt),
† 7.7.1927 Berlin. (evangelisch)
Genealogie
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| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Karl Lorenz, Lohgerbermeister,
S des Johann Ferdinand, Tuchmacher, und der Anna Rebekka Goetze;
M Susanna Barbara,
T des Grünfischers und Bierbrauers Georg Albrecht Geng und der Anna
Cath. Steger;
⚭ New York 1877 Louise Noll; 1
S, 3
T,
u. a. Luise (
⚭ Josef Pschorr, Teilhaber der Bierbrauerei G. Pschorr und Präsident der Handelskammer, München), Dorothea (
⚭ Julius Caspar, schwedischer Generalkonsul und Teilhaber des Bankgeschäfts Bernhard Caspar, Hannover).
Leben ↑
Seit 1869 Lehrling in einer mechanischen Werkstatt in Brooklyn, wurde Bergmann bald einer der besten Mitarbeiter Th. A. Edisons und blieb auch, nachdem er sich 1877 selbständig gemacht hatte, in engem Kontakt mit diesem. Er fertigte in seiner Fabrik
u. a. Ferndruck- und Telephonapparate für die Gold & Stock Telegraph Company; er vervollkommnete Edisons Phonographen und bildete 1880 für Edisons Glühlampe die erforderlichen Installationsgegenstände wie Sockel, Schalter und Fassung aus. In seiner New Yorker Werkstatt erarbeitete er auch sein Papier-Isoliersystem (Papierrohre für Drahtleitungen, die durch Metallhülsen geschützt unter den Wandputz verlegt werden) und stellte die dazu erforderlichen Maschinen her. Dieses „Bergmann-Rohr“ war die erste praktische Isolierung. Auch der erste Motorzähler wurde von ihm konstruiert. Mehr als zwölf Jahre waren Edison und Bergmann freundschaftlich und geschäftlich in der Firma „S. Bergmann &
Co.“ später „Edison Electric Light
Co.“, seit 1890 „General Electric
Co.“ verbunden. In enger Zusammenarbeit wurden hier Erfindungen und Erfahrungen in der Schwachstrom- und Starkstromtechnik fabrikationsmäßig verwertet und weiterentwickelt. 1891 kehrte Bergmann nach Deutschland zurück und gründete in Berlin die „S. Bergmann &
Co. AG“, eine Fabrik für Isolier - und Leitungsrohre, Spezialartikel für elektrische Anlagen; im Zeichen des weiteren Aufschwungs der Motorentechnik folgten 1893 die „Bergmann Elektromotoren- und Dynamowerke
AG“, die seit 1900 mit der ersteren Firma in den „Bergmann-Elektrizitätswerken
AG“, Berlin, vereinigt wurden und Kabel, Drähte, Metallhalbzeuge, Isolierrohre, Elektrofahrzeuge und Metallfadenlampen herstellten. Auch Schiffsturbinen mit besonders zweckmäßiger Konstruktion wurden in den Fabrikationsplan aufgenommen und erlangten unter dem Namen „Bergmann-Turbinen“ Weltruf. Alle Ehren lehnte Bergmann ab; nur die 1918 von der Technischen Hochschule zu München mit dem Prädikat „dem weitblickenden Techniker und erfolgreichen Organisator“ verliehene Würde eines Dr.-
Ing. e. h. nahm er an.
Literatur ↑
Elektrotechn.
Zs.,
Jg. 48, 1927, S. 1021 (P);
VDI-
Nachrr., 1927,
Nr. 28, S. 2;
Zbl. d. Hütten- u. Walzwerke, 1927, S. 393
(P);
Jb. d. Schiffbautechn.
Ges. 29, 1928, S. 73 f.;
Elektro-Installation, 1930,
Nr. 1;
Fortschritte d. Technik, 1931,
Nr. 20.
Portraits ↑
Phot. (mit Th. A. Edison), in:
B.-
Mitt. 7, 1929, S. 183.
Autor ↑
Carl Graf von KlinckowstroemEmpfohlene Zitierweise ↑
Klinckowstroem, Carl Graf von, „Bergmann, Leonhard Sigmund Ludwig“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
91
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135544270.html
Bergmann, Sigmund
Name: Bergmann, Sigmund
Namensvariante: Bergmann, Leonhard Sigmund Ludwig
Lebensdaten: 1851 bis 1927
Geburtsort: Tennstedt (Kreis Erfurt)
Sterbeort: Berlin
Beruf/Lebensstellung: Industrieller; Erfinder
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Klinckowstroem, Carl Graf vonPND: 135544270