<< Berger, Wilhelm Reinhard
Bergius. >>
Berghofer, Amand
Schriftsteller,
* 1.12.1745 Grein/Donau,
† 7.2.1825 Graz. (katholisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V wahrscheinlich Johann Georg Berghofer (Perghoffer), Archigrammatus.
Leben ↑
Berghofer wurde nach dem Besuch der Wiener Universität Normalschuldirektor in Steyr. Sein Hang zur Freizügigkeit führte ihn bald nach Deutschland und in die Schweiz, bis er sich als Rousseauscher Naturmensch nach Baden bei Wien in ein Landhaus zurückzog. Er kehrte in die Schweiz zurück, um dort seinen Idealen zu leben, mußte aber notgedrungen eine Stelle als Zensor und Direktor der aufgehobenen Klosterbibliotheken in Prag annehmen. Zuletzt zog er sich nach Graz zurück. Seine meist aphoristisch gehaltenen populärphilosophischen und didaktischen Schriften gefallen sich ganz im Geiste Jean-Jaques Rousseaus, dem er auch im Leben nachstrebte, was ihm den Titel „Österreichischer Rousseau“ eintrug.
Werke ↑
Schrr., 2
Bde., Wien 1783; Neueste
Schrr., Wien 1784
(P);
Schrr., Verminderte, verbesserte
Ausg., Wien 1787; Der Mann vom warmen Herzen, Prag 1796; Verbotene
Schrr., Straubing 1805,
21809; Hofscheu u. ländl. Heimweh, Eine
Biogr., 1818; Selbstbiogr., 1819.
Literatur ↑
Der
dt. Merkur. Weimar 1782, IV, S. 278 ff., 1784, I. S. 196 ff.;
Hesperus, Brünn 1811, I. S. 376 f.;
Neues Wiener Tagbl., 8.2.1896;
Goedeke VI, 1898, S. 602 ff.
(W, L);
Nagl-Zeidler-Castle II, 1914, S. 374-77
(P);
A. Machacek, A.
B.,
Diss. Wien 1929.
Portraits ↑
v. A. Bartsch (
Hist. Mus. Wien).
Autor ↑
Gustav GugitzEmpfohlene Zitierweise ↑
Gugitz, Gustav, „Berghofer, Amand“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
84
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd10003392X.html