<< Jeiler, Franz
Jeiteles, Aaron, seit 1828 Andreas >>
Jeit(t)eles
(Geitler), jüdische Gelehrtenfamilie aus Prag.
Leben ↑
Die Familie ist seit Beginn des 17.
Jh. in Prag nachweisbar, sie brachte zahlreiche Gelehrte (besonders Mediziner) und Schriftsteller hervor. Den Hauptzweig der Familie begründete der Apotheker
Mischel Löb (
† 1763), dessen Sohn
Jonas (1735–1806) war seit 1763 Stadtphysikus, seit 1777 Präsident des Gremiums der Prager Ärzte. Dessen Sohn
Baruch (Benedikt, 1762–1813), Talmudgelehrter und medizinischer Schriftsteller, war Anhänger der Haskala-Bewegung, widmete sich besonders der
hebrä. Literatur und erwarb sich durch Einrichtung von für alle Konfessionen zugänglichen Lazaretten 1813 und durch die Schrift „Die Kuhpockenimpfung“ (1805, mit
S Ignaz, s. 3) Verdienste um das Gesundheitswesen. Sein Bruder
Jehuda Löb (1773–1838),
hebrä. und deutscher Schriftsteller, Verfasser einer aramä. Grammatik, war Vorsteher der
jüd. Gemeinde in Wien. Zum Christentum traten über Aaron (s. 1) sowie Baruchs Sohn
Samuel (als Sigmund Geitler, 1854
österr. Adel als „Geitler Edler
v. Armingen“,
† 1861), Industrieller und Philanthrop. Dessen Enkel
Josef (1870–1923) war Physiker und arbeitete vor allem über elektrische Wellen. – Zur Familie gehört auch
Berthold (1875–1958), Talmudgelehrter und -sammler, und der Verleger
Wilhelm Junk (
† 1942, s.
NDB X).
Jeiteles, Aaron, seit 1828 Andreas
Jeiteles, Alois
Jeiteles, Ignaz
Jeitteles
Name: Jeitteles
Namensvariante: Jeiteles
Namensvariante: Geitler
Lebensdaten: unbekannt
Beruf/Lebensstellung: jüdische Gelehrtenfamilie aus Prag
Konfession: jüdisch; katholisch
Autor NDB:
Rieder, HeinzPND: 139781552
Informationsangebote zu
Jeitteles
PND
139781552
Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)
Lexika
Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)
Nachlässe
Kalliope