<< Benda, Franz
Bendeler, Johann Philipp >>
Benda, Georg Antonin
Komponist,
* 30.6.1722 Altbenatek,
† 6.11.1795 Köstritz.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
B Franz s. (1);
K u. a. Christian Hermann, Karl Ernst, beide Sänger, Friedrich Ludwig (1752–92), Komponist, Musikdirektor in Hamburg, später Konzertmeister in Königsberg, Auguste, Sängerin.
Leben ↑
Seine musikalische Laufbahn begann Benda 1742 als Violinist in der Berliner königlichen Kapelle; daneben bildete er sich zu einem tüchtigen Klavierspieler und Oboisten aus. 1750 erhielt er die Hofkapellmeisterstelle zu Gotha, die er bis 1778 bekleidet hat. Mit einem herzoglichen Stipendium konnte er 1765/66 auf sechs Monate zu Studienzwecken nach Italien reisen. Kunstfahrten nach Hamburg und Wien vermochten sein Blickfeld wesentlich zu erweitern. Nach seiner Pensionierung verbrachte er den Lebensabend in Georgenthal bei Gotha, dann in Ohrdruf und zuletzt in Köstritz. - Im Unterschied zu seinem vorwiegend instrumental orientierten Bruder Franz hatte er eine ausgesprochene Neigung zur vokal-dramatischen Musik; sein Talent wies ihn zur Oper, zum deutschen Singspiel, das er durch eine Reihe höchst vortrefflicher Beiträge bereichert hat. Auch die Geschichte des deutschen Melodrams wäre ohne seine anregende Mitwirkung schwerlich zu denken.
Werke ↑
u. a. Der Dorfjahrmarkt. 1775; Walder, 1776; Julie u. Romeo, 1776; Der Holzhauer, 1778; Das tartar. Gesetz, 1780; Ariadne auf Naxos, 1775 (Duodram); Medea, 1775 (Monodram); Pygmalion, 1779 (Monodram); Kantaten, Klaviersonaten, Klavierkonzerte, Lieder, Sinfonien; s.
MGG.
Literatur ↑
ADB II;
R. Hodermann, G.
B., 1895;
F. Brückner, G.
B. u. d.
dt. Singspiel, in: Sammelbde. d.
Internat. Musikges.,
Jg. 5, 1903/04;
E. Istel, Die Entstehung d.
dt. Melodrams, 1906;
H. Abert, W. A. Mozart,
Bd. 1, 1923;
H. Wirth, in:
MGG (hier auch
W u.
L zu
S Ludwig).
Portraits ↑
Kupf. v. Chr. G. Geyser nach
Joh. Fr. Mechau (Öff.
Wiss. Bibl. Berlin),
Abb. in:
MGG.
Autor ↑
Werner BollertEmpfohlene Zitierweise ↑
Bollert, Werner, „Benda, Georg Antonin“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
36
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118655329.html