<< Benda, Georg Antonin
Bendemann. >>
Bendeler, Johann Philipp
Orgeltheoretiker,
* Nov. 1654 Riethnordhausen bei Erfurt,
† 26.12.1709 Quedlinburg. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Justus, Feldprediger, seit 1649 Pfarrer;
S Salomon (1683–1724), herzoglicher braunschweigischer Hof-, Cammer- und Kapellbassist.
Leben ↑
Bendeler wurde 1681 als Collega nonus am Gymnasium in Quedlinburg angestellt und rückte später zum Quintus und Kantor auf. Dieses Amt bekleidete er bis zu seinem Tode. Er wurde insbesondere als Orgeltheoretiker bekannt, der sich neben den Mensurfragen der Orgelpfeifen auch mit dem Problem der Temperatur beschäftigte und für eine Verteilung des Kommas (
d. h. des Schwingungsunterschiedes zweier annähernd gleich hoher, aber auf verschiedenen Wegen errechneter Töne) auf drei Quinten eintrat, ein Verfahren, das insbesondere von G. A. Sorge kritisiert wurde. Als Kantor mag er, ähnlich wie später J. S. Bach, manche Kontroverse mit dem Rektor ausgefochten haben, wie sein Directorium Musicum, in dem Kompetenzfragen zwischen Rektor und Kantor an Lateinschulen behandelt werden, vermuten läßt.
Werke ↑
Aerarium melopoeticum, Nürnberg 1688; Organopoeia…, Frankfurt u. Leipzig um 1690,
2Frankfurt/O. 1739; Planimetria practica, Quedlinburg 1700; Redlich bezahlte Schuld
od. gründlichst ausgeführte Quadratura circuli, Frankfurt u. Leipzig 1700; Directorium musicum…, Quedlinburg 1706.
Literatur ↑
ADB II;
G. A. Sorge, Der in d. Rechen- u. Meßkunst wohlerfahrene Orgelbaumeister, Lobenstein 1733,
Neuausg. v. P. Smets, 1932;
Chr. Mahrenholz, Die Berechnung d. Orgelpfeifenmensuren, 1938;
ders., in:
MGG (W) ;
J. G. Walther, Musical.
Lex., Dresden 1732;
E. L. Gerber, Neues Tonkünstler-
Lex., 1812.
Autor ↑
Heinz BeckerEmpfohlene Zitierweise ↑
Becker, Heinz, „Bendeler, Johann Philipp“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
36
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd104106433.html
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Bender, Blasius Columban >>
Bendeler, Johann Philipp
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Bendeler: Johann Philipp B., Cantor und Schulcollege zu Quedlinburg, geb. um 1660 zu Riethnordhausen bei Erfurt, hat folgende musikalische Schriften hinterlassen: "Aerarium melopoeticum", 1688, von Verbesserung schlechter Intervalle handelnd. "Organopoeia" o. J. (1690), handelt vom Bau der Orgeln, Spinette etc. (s. Adelung, Musikal. Gelahrth. 337). "Directorium musicum, oder Erörterung derjenigen Streitfragen, welche zwischen den Schul-Rectoribus und Cantoribus über dem Directorio musico movirt werden etc.", 1706 (Inhalt bei Becker, Litt. 472). "Collegium musicum de Compositione", Mspt. (Matthes. Ehrenpf. 107). Auch glaubte er die Quadratur des Cirkels gefunden zu haben und seine Entdeckungen darüber in noch einigen Schriften der Nachwelt nicht vorenthalten zu dürfen.
Autor ↑
v. Dmr.Empfohlene Zitierweise ↑
Dommer, Arrey von, „Bendeler, Johann Philipp“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
2
(1875), S.
320
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd104106433.html?anchor=adb
Bendeler, Johann Philipp
Name: Bendeler, Johann Philipp
Lebensdaten: 1654 bis 1709
Geburtsort: Riethnordhausen bei Erfurt
Sterbeort: Quedlinburg
Beruf/Lebensstellung: Orgeltheoretiker; Kantor; Musikschriftsteller
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Becker, HeinzAutor ADB:
Dommer, Arrey vonPND: 104106433