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Behaim von Schwarzbach.

Behaim von Schwarzbach.
Leben  
Das Patriziergeschlecht der Behaim von Schwarzbach gehört zu den wenigen Familien des Nürnberger Stadtadels, die vom Anfang des 14. Jahrhunderts fast ununterbrochen bis 1808 im Rate saßen und eine bemerkenswerte Rolle im politischen und kulturellen Leben der Reichsstadt spielten. Die Geschichte der Behaims von Schwarzbach zeigt in einzelnen Persönlichkeiten die typische Entwicklung jener Oberschicht des deutschen Bürgertums, der die deutschen Städte ihren Aufstieg und ihre Kultur vor allem im Spätmittelalter verdanken. - Der Familienname läßt Rückwanderung aus Böhmen vermuten. Wie bei den meisten patrizischen Geschlechtern Nürnbergs tauchen die ersten Sippenangehörigen in den Urkunden unvermittelt auf. So werden 1285 und 1288 ein Cunradus Bohemus und ein Albertus Bohemus als Haus- und Krambesitzer bzw. Bürger in Nürnberg erwähnt. Am Anfang des 14. Jahrhunderts gehörte bereits Albrecht Behaim ( 1349), der nachweisbare Stammvater des Geschlechts, den ratsfähigen Familien an (Schöffe 1319, Ratsherr 1332, 1349). Im Handel erwarben auch die Behaims ihr Vermögen, das ihnen die Betätigung im Rat und die Stiftung von Kunstwerken für die Stadt|kirchen ermöglichte. Handelsbeziehungen zu Italien sind erst 1374 nachweisbar. Später sind Behaims als Kaufleute in den Niederlanden, in Frankreich, in Portugal, in Breslau und im Osten zu finden. Die Familienhandelsgesellschaft wies zunächst einen bedeutenden Umsatz auf, wurde aber später von anderen Gesellschaften überflügelt. Während des 30jährigen Krieges zogen sich auch die Behaim von Schwarzbachs von wirtschaftlichen Unternehmungen zurück. Seitdem betätigten sie sich in den zahlreichen Ämtern der Reichsstadt und in der Verwaltung ihrer ansehnlichen Grundherrschaft, nachdem sie sich durch Studien und Reisen auf ihren Beruf vorbereitet hatten. Zahlreiche Sippenangehörige traten in den Dienst des Kaisers, der Reichsstände, aber auch Frankreichs und der Niederlande. Die Gleichstellung mit dem Reichs- und Landesadel wurde von Christoph Jacob Behaim (1642–88), kaiserlichem Rat und Residenten in Nürnberg, in den kaiserlichen Privilegien von 1677 und 1681 durch Wappenbesserung und Verleihung der Würde „Freiherrn Behaim von Schwarzbach“ erreicht. Im 19. und 20. Jahrhundert widmeten sich die Behaim von Schwarzbachs besonders dem Heeresdienst. 1941 starb das um Nürnberg verdiente Geschlecht im Mannesstamme aus.

Behaim von Schwarzbach, Lukas Friedrich
Behaim von Schwarzbach, Martin
Behaim von Schwarzbach, Michael
Behaim von Schwarzbach, Paulus
Behaim von Schwarzbach, Paulus

Quelle/Vorlage: 
NDB 2 (1955), S. 1 f.
Erwähnungen: 
ADB 2 (1875), S. 273 Familienartikel

PND: 130330507
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Index

Behaim von Schwarzbach

Name: Behaim von Schwarzbach
Namensvariante: Behaim
Lebensdaten: unbekannt
Beruf/Lebensstellung: Nürnberger Patriziergeschlecht
Konfession: katholisch; evangelisch
Autor NDB: Schultheiß, Werner
PND: 130330507

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Behaim von Schwarzbach

PND
130330507

Normdaten
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