<< Anschütz, Gerhard
Anschütz, Heinrich Johann Immanuel >>
Anschütz, Johann Matthäus
Mineraloge,
* 12.4.1745 Suhl (Thüringen),
† 5.6.1802 Suhl (Thüringen). (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
Vorfahren Bürger in Mehlis, später in Suhl, seit 1683 dort Gewehrhändler;
V Georg Daniel Anschütz, Gewehrhändler, 2. Bürgermeister, Kirchenädil;
M Rosina Dorothea, Witwe des Schulrektors Andrea;
⚭ Suhl 5.2.1765 Christiane Elisabeth,
T des Pfarrers Valentin Heinrich Witthauer in Kühndorf bei Meiningen;
S Heinrich Daniel Anschütz, Gewehrhändler, Herausgeber der Gedichte seines Vaters und Verfasser des Buches: Die Gewehrfabrikation in Suhl, 1811;
Urur-E Gerhard Anschütz (s. 1).
Leben ↑
Anschütz war im Hauptberuf Gewehrhändler in Suhl. Schon als Knabe betätigte er sich ohne besondere Vorbildung als Mineraloge, indem er Minerale und Gesteine der Umgebung von Suhl sammelte und bestimmte. Während bis dahin die meisten mineralogischen und geologischen Beschreibungen, wie
z. B. die von G. F. M. Mylius, phantastisch-mystisches Beiwerk enthielten, machte sich der nüchterner und naturwissenschaftlicher denkende Anschütz frei davon und lieferte in dem Buche „Über die Gebirgs- und Steinarten des chursächsischen Hennebergs …“ die erste brauchbare Zusammenstellung der Minerale dieses Bezirks. Das epochale Wirken von G. A. Werner in Freiberg veranlaßte ihn, dessen Systematik zu übernehmen und 1798 dem Hauptwerk „Berichtigungen und Zusätze“ hinzuzufügen.
Werke ↑
Weitere W An d. Najade d. Glücksbrunnischen Quells,
o. O. 1769;
Ausw. d. hinterlassenen Gedichte
d. J. C. Wilke,
hrsg. v. einem seiner Freunde (J. M.
A.), Leipzig 1786; Üb. d. Gebirgs- u. Steinarten d. chursächs. Hennebergs, Leipzig 1788; Berichtigungen u. Zusätze, ebenda 1798; Die
Arzeneykde. u. ihre
Hülfswiss. als Beweggründe ernsthaft zu denken u. weise zu leben, ebenda 1790; Kurze
Gesch. d. Stadt Suhl, Schleusingen 1796; Der Dolmar, d. Rappenbrunn u. d. Schneekopf, 3 Gedichte, 1816;
s. a. Henneberg. Heimatbll., 1930, S. 10.
Literatur ↑
ADB I; S. Baur, Allg.
hist. -
biogr. -literar.
Hdwb. I. 1816;
Ersch-Gruber IV, 1820;
Goedeke XIII, 1938, S. 156; K. u. M., J. M.
A. besang d. Dolmar, in: Suhler
Ztg. 1940,
Nr. 304; M., J. M.
A., Seine Vorfahren u. Nachkommen, ebenda, 1942,
Nr. 240;
hs. Biogr. v. seinem Urur-E Wilh. A.Portraits ↑
Ölgem. (als Student) im Besitz
v. Geh.-Rat W. Anschütz, Kiel.
Autor ↑
Heinrich QuiringEmpfohlene Zitierweise ↑
Quiring, Heinrich, „Anschütz, Johann Matthäus“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
307
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd100418023.html
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Anschütz, Johann Christoph >>
Anschütz, Johann Matthäus
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Anschütz: Johann
Matthäus
A.
, Gewehrhändler in Suhl, geb. das. im J. 1745, † 5. Juni
1802. Ein strebsamer, intelligenter Mann, welcher sich
ohne äußere Aufmunterung zu erhalten, als Naturforscher, besonders
Mineralog einen Namen machte. Resultat jahrelanger Bemühungen war
sein Buch: "Ueber die Gebirgs- und Steinarten des kursächsischen
Hennebergs." 1788. Zusätze dazu, 1798. Ferner schrieb er: "Kurze
Geschichte der Stadt Suhl." 1796.
Autor ↑
Carus.
Empfohlene Zitierweise ↑
, „Anschütz, Johann Matthäus“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
477
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd100418023.html?anchor=adb
Anschütz, Johann Matthäus
Name: Anschütz, Johann Matthäus
Lebensdaten: 1745 bis 1802
Geburtsort: Suhl (Thüringen)
Sterbeort: Suhl (Thüringen)
Beruf/Lebensstellung: Mineraloge; Gewehrhändler
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Quiring, HeinrichPND: 100418023