<< Abeken, Heinrich Johann Wilhelm Rudolf
Abel. >>
Abeken, Hermann
Publizist und Statistiker,
* 27.6.1820 Osnabrück,
† 27.4.1854 Hannover. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Bernhard Rudolf Abeken (s. 1);
B Wilhelm Ludwig Abeken (1813–43), Archäologe in Rom;
Vt Heinrich Johann Wilhelm Rudolf Abeken (s. 2), Ludwig von Abeken (
* 1826), Justizminister in Dresden.
Leben ↑
Wie Graf E. von Münster, J. von Gruner. E. Schele, J. K. B. Stüve, L. Windthorst und J. Miquel durch die geistigen, politischen und gesellschaftlichen Bewegungen des 19. Jahrhunderts von Osnabrück aus auf die Höhen des deutschen Geschehens emporgehoben, war Abeken nach kaufmännischen Lehrjahren in New York, juristischen Studien in Göttingen und Berlin, einer Weltreise und schriftstellerischer Tätigkeit in Bonn und Berlin, Leiter des im Jahre 1848 gegründeten statistischen Amtes in Hannover geworden. Als solcher nahm er bei dem Märzminister Stüve die gleiche Stellung ein wie sein Vetter Heinrich Abeken bei Bismarck. Seine statistischen Veröffentlichungen enthielten wertvolles Material über die Verhältnisse des Steuervereins und der hannoverischen Landwirtschaft von 1830-1850. Sein früher Tod beendete seine vielversprechende Laufbahn vorzeitig.
Werke ↑
u. a. Amerikan. Negersklaverei u. Emanzipation, 1847; Die Republik in Nordamerika u. d. Plan einer
demokrat.-republikan. Verfassung für Deutschland, 1848; Hannover u. d. Grundrechte, 1849
(anonym); Zur Statistik d.
Kgr. Hannover, H. 1: Ein-, Durch- u. Ausfuhr im Steuerverein, 1850. H. 2: Zur Agrarstatistik, 1. u. 2.
Abt., 1851/52, H. 3: Gemeinheitsteilungen u. Verkoppelungen. 1853; Der Eintritt d. Türkei in d.
europ. Politik d. 18.
Jhs., mit
biogr. Mitt. d.
Hrsg. J. C. B. Stüve, 1856
(unvollendet).
Literatur ↑
ADB I;
Osnabrücker Staatsarch.,
Dep. 21 E 15 bis 18 u. E 41-42;
W. Rothert,
Allg. hannov. Biogr.,
Bd. 2: Im alten
Kgr. Hannover 1814-1866, 1914, S. 518.
Autor ↑
Bernhard MühlhanEmpfohlene Zitierweise ↑
Mühlhan, Bernhard, „Abeken, Hermann“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
9
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd101796641.html
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Abel, Der heilige >>
Abeken, Hermann
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Abeken: Hermann
A.
, politischer Schriftsteller und Statistiker, geb.
27. Juni 1820 zu Osnabrück, dritter Sohn Bernh. Rud.
Abeken's (s. o.), † zu Hannover 27. April
1854. In New-York für den Kaufmannsstand vorgebildet,
kehrte er, durch ein Brustleiden genöthigt, nach Europa zurück und
wurde durch die Bekanntschaft mit dem jungen Grafen von
Görz-Schliz, dessen Führer sein zweiter, zu Bonn gestorbener
Bruder Friedrich gewesen war, zum Studium der Rechte in Göttingen
und Berlin, dann zur Theilnahme an dessen Reisen in Amerika
während der Jahre 1844 und 1845 veranlaßt. Seit dem Herbst 1846
beschäftigte er sich erst in der Heimath, dann in Bonn und Berlin
mit schriftstellerischen Arbeiten, die theils eine Frucht seines
transatlantischen Aufenthalts und der während desselben
gesammelten Beobachtungen und statistischen Nachrichten waren, wie
die Schrift: "Amerikanische Negersklaverei und Emancipation"
(1847), theils dem revolutionären Treiben seiner Umgebung
entgegenwirken sollten, wie die in Berlin 1848 erschienenen
Brochüren: "Die Republik in Nordamerika und der Plan einer
demokratisch-republikanischen Verfassung für Deutschland" und
"1789. 1848. Mirabeau über das königliche Veto." Als im Sommer
1848 das Ministerium Stüve ein statistisches Bureau für Hannover
schuf, wurde er zum Vorstand desselben berufen und veröffentlichte
als solcher "Zur Statistik des Königr. Hannover" Heft 1—3,
1850—53. Daneben war er in der Tagespresse thätig und vertrat mit
Entschiedenheit die Bestrebungen der Stüve'schen Politik. Adolf
Schmidt's Geschichte der preußisch-deutschen Unionsbestrebungen
regte ihn zu Studien und archivalischen Nachforschungen zunächst
über den Fürstenbund an, die allmählich aber auch in eine ältere
Zeit zurückgriffen. Von diesen Arbeiten gelangte nur ein unter dem
Eindruck der orientalischen Verwicklung vollendetes Bruchstück an
die Oeffentlichkeit: "Der Eintritt der Türkei in die europäische
Politik des 18. Jahrhunderts" (mit Actenstücken), nach seinem Tode
(1856) von C. Stüve herausgegeben, der in der Vorrede
Mittheilungen über den Verfasser macht.
Autor ↑
Frensdorff.
Empfohlene Zitierweise ↑
Frensdorff, Ferdinand, „Abeken, Hermann“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
11
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd101796641.html?anchor=adb
Abeken, Hermann
Name: Abeken, Hermann
Lebensdaten: 1820 bis 1854
Geburtsort: Osnabrück
Sterbeort: Hannover
Beruf/Lebensstellung: Statistiker; Publizist; politischer Schriftsteller
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Mühlhan, BernhardAutor ADB:
Frensdorff, FerdinandPND: 101796641