<< Albrecht I.
Albrecht I. >>
Albrecht II.
Graf, seit 1323/25 Fürst von Anhalt (ältere Zerbster Linie),
* nach 1300,
† vor 17.7.1362.
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Albrecht I.;
M Agnes von Brandenburg;
⚭ 1) Agnes,
T Witzlavs III., Fürsten von Rügen, 2) nach 1336 Beatrix,
T Herzog Rudolfs I. von Sachsen-Wittenberg; 3
S, 2
T.
Leben ↑
Albrecht herrschte ab 1316 im Köthen-Zerbster Landesteil gemeinsam mit seinem Bruder Waldemar, der aber weniger hervortrat. Bis 1319 standen beide unter der Vormundschaft ihres Onkels, des Markgrafen Waldemar von Brandenburg. Beim Aussterben der Ascherslebener Anhaltiner ging Albrecht zwar leer aus, dafür erreichte er nach dem Verlöschen der brandenburgischen Askanier zunächst die Belehnung mit der Mark Landsberg und der Pfalz Sachsen. Ehe sich Albrecht jedoch in ihren Besitz setzen konnte, vergab Ludwig der Bayer die brandenburgischen Lehen an seinen Sohn. Albrecht schloß sich deshalb später dem Gegenkönig Ludwigs, Karl IV., an, der seine Ansprüche anerkannte. Auch einen Abenteurer, der sich als der verstorbene Markgraf Waldemar ausgab, suchte er im Interesse seiner Politik auszunutzen. Nach anfänglichen Erfolgen Albrechts, besonders gegenüber den märkischen Städten, mußten Albrecht und Waldemar doch schließlich vor dem Druck der Wittelsbacher zurückweichen. Auch Karl IV. entschied sich darauf gegen Albrecht. Lediglich der zeitweilige Pfandbesitz einiger märkischer Städte wurde ihm als Entschädigung zugestanden.
Literatur ↑
ADB I;
F. Behrendt, Die Beziehungen Anhalts zu Kursachsen 1212-1455,
Diss. Halle 1907;
H. Wäschke, Anhaltische
Gesch.,
Bd. 1, 1912, S. 218 ff.
u. ö.;
O. Tschirch, Der falsche Waldemar u. d.
märk. Städte, in:
FBPG,
Bd. 43, 1930, S. 227 f.;
W. H. Struck, Märk.
Urkk. aus d. Zeit d. falschen Waldemar, ebenda,
Bd. 55, 1943, S. 32 ff.;
F. Jaenicke,
Btrr. z. Urkk.- u. Kanzleiwesen d.
gräfl. Anhaltiner,
Diss. Leipzig 1903, S. 23 ff.
u. ö.Autor ↑
Berent SchwineköperEmpfohlene Zitierweise ↑
Schwineköper, Berent, „Albrecht II.“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
155
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135776422.html
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Albrecht II.
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Albrecht II., Graf
von
Anhalt, war beim Tode seines Vaters
Albrecht I. noch minderjährig, weshalb
sein Oheim, Markgraf Waldemar von Brandenburg, über ihn und seinen
Bruder Waldemar die Vormundschaft übernahm. Später regierten beide
Brüder gemeinschaftlich, sodaß Waldemar in Dessau,
A.
aber in Zerbst oder Köthen zu wohnen pflegte. In
Gemeinschaft erwarben die Brüder bei dem Erlöschen des askanischen
Stammes in Brandenburg (1320) die Oberhoheit über Zerbst, sowie
die Mark Landsberg und die Pfalz Sachsen, während Brandenburg
selbst, auf welches das anhaltische Haus die gerechtesten
Ansprüche machen konnte, vom Kaiser Ludwig seinem jungen
gleichnamigen Sohne verliehen wurde. Als später der sogenannte
falsche Waldemar austauchte, schien den beiden anhaltischen
Brüdern die Gelegenheit günstig, diese ihre Ansprüche zur Geltung
zu bringen. Sie betheiligten sich auf das lebhafteste an dem
Unternehmen, dem Mann, der sich für ihren Oheim ausgab, zum
Besitze der Mark zu verhelfen. Doch scheiterten ihre Bemühungen an
dem Wankelmuth und der Untreue des Kaisers Karl IV. Für ihre aufgewandten Kriegskosten wurden
ihnen einige brandenburgische Städte verpfändet; der von Allen
verlassene sogenannte Waldemar lebte bis an seinen Tod, von den
Brüdern stets als ihr Oheim behandelt, bei ihnen zu Dessau.
A.
war anfangs mit Agnes, einer Tochter des Fürsten
Witzlav von Rügen und dann mit Beatrix, der Tochter Rudolfs I. von Sachsen verheirathet, † 1362.
Autor ↑
v. Heinemann.
Empfohlene Zitierweise ↑
Heinemann, Otto von, „Albrecht II.“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
230
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135776422.html?anchor=adb
Albrecht II.
Name: Albrecht II.
Lebensdaten: nach 1300 bis 1362
Beruf/Lebensstellung: Fürst von Anhalt-Zerbst-Köthen
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Schwineköper, BerentAutor ADB:
Heinemann, Otto vonPND: 135776422