<< Albrecht II.
Albrecht II. >>
Albrecht I.
Graf von Anhalt (ältere Köthen-Zerbster Linie),
* etwa 1250,
† 1316.
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Siegfried I., Graf (Fürst) von Anhalt, Stifter der älteren Köthen-Zerbster Linie, aus der der noch blühende Zweig des Hauses hervorging;
M Katharina, vermutlich
T des Birger Jarl Folkungs von Schweden;
Gvv Heinrich I., Fürst von Anhalt;
Gmv Irmengard von Thüringen;
⚭ 1) nach 1275 Liutgardis,
T des Gerhard, Graf von Holstein, Witwe Herzog Johanns I. von Braunschweig-Lüneburg, 2) 1300 Agnes,
T des Konrad, Markgrafen von Brandenburg und der Konstanze,
T Herzog Przemislavs I. von Polen; 4 S aus 2),
u. a. Albrecht II., Waldemar I.; 1
T aus 1), 3
T aus 2).
Leben ↑
Albrecht, nach 1275 Mitregent im Dessau-Köthener Landesteil, trat 1281 an die Stelle seines vermutlich in diesem Jahre verstorbenen Vaters. In seiner Politik lehnte er sich im allgemeinen an die verwandten Markgrafen von Brandenburg an. So gelang ihm 1307 die Erwerbung des Hauptteiles der unter brandenburgischer Lehnshoheit stehenden Herrschaft Zerbst, die seitdem dauernd bei Anhalt blieb. Albrechts erfolglose Kandidatur bei der deutschen Königswahl von 1308 - ein Zeugnis für sein Ansehen -, diente ebenfalls dem Interesse der brandenburgischen Politik. In seiner durch eine gut organisierte Verwaltung ausgezeichneten Innenpolitik ist das gemeinsam mit Graf Bernhard II. von Anhalt und Abt Konrad von Nienburg erlassene Verbot des Wendischen vor Gericht bemerkenswert.
Literatur ↑
ADB I;
H. Wäschke, Die Askanier in Anhalt, 1904, S. 27;
ders., Anhaltische
Gesch.,
Bd. 1, 1912, S. 211 ff.
u. ö.;
ders.,
Hist. Unters. eines im Anhalt. Landesmus. zu Zerbst aufbewahrten fossilen Schulterblattes, in:
Mitt. d.
Ver. f. Anhalt.
Gesch.,
Bd. 14, 1920-24, S. 62 ff;
H. Peper, Anhalt. Fürsten als Bewerber um d.
dt. Königsthron, 1926;
ders.,
A. I.
v. Anhalt-Köthen, in: Serimunt, 1.
Jg., 1926,
Nr. 20 f.;
F. Jaenicke,
Btrr. z. Urkk.- u. Kanzleiwesen d.
gräfl. Anhaltiner,
Diss. Leipzig 1903, S. 23 ff.
u. ö.Autor ↑
Berent SchwineköperEmpfohlene Zitierweise ↑
Schwineköper, Berent, „Albrecht I.“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
155
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135786126.html
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Albrecht I.
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Albrecht I., Graf
von
Anhalt, Zerbster Linie, Sohn des Grafen
Sigmund I. und dessen Gemahlin Katharina
von Schweden, folgte seinem Vater,
|als dieser um 1290
Predigermönch wurde, in dem Zerbster Landestheile, zu welchem auch
Dessau und Köthen gehörten. Denjenigen Theil der Stadt Zerbst,
welcher noch in den Händen der Markgrafen von Brandenburg war,
erhielt er, wie es scheint, von diesen zu Lehen. Mit dem Abte
Konrad von Nienburg schaffte er 1293 den Gebrauch der wendischen
Sprache in den Gerichten ab, betheiligte sich gegen Heinrich den
Wunderlichen von Grubenhagen an der Belagerung des Schlosses
Herlingsberg (1291) und wurde nach der Ermordung Albrechts I. von seinem Schwager, dem Markgrafen
Waldemar von Brandenburg, zum deutschen König vorgeschlagen. Von
seinem frommen Sinne zeugen die bedeutenden Schenkungen, welche er
laut einer Reihe von Urkunden an Kirchen und Klöster machte. Er
war zweimal vermählt, mit Liutgart von Holstein und in zweiter Ehe
mit Agnes, der Tochter des Markgrafen Konrad von Brandenburg, und
starb 1316.
Autor ↑
v. Heinemann.
Empfohlene Zitierweise ↑
Heinemann, Otto von, „Albrecht I.“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
229-230
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135786126.html?anchor=adb