<< Albert, Eugen
Albert, Eduard >>
Albert, Josef
* 5.3.1825 München,
† 5.5.1886 München.
Genealogie
| Leben
| Literatur
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| Autor
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Genealogie ↑
S Eugen Albert (s. 1).
Leben ↑
Albert, ursprünglich im Baufach tätig, begründete 1850 in Augsburg ein photographisches Atelier, das er 1858 nach München verlegte. Er ist der Miterfinder und Verbesserer des Lichtdrucks. Der Lichtdruck ist ein photomechanisches Verfahren, das die belichtete Chromgelatineschicht unmittelbar als Druckplatte benützt und Bilder in feinsten Tönen liefert. Poitevin verwendete 1855 zuerst den Stein als Träger der Chromleimschicht. Trotz mancher Verbesserungen von Tessié du Motay und Maréchal in Metz (1865) konnten nur 50 gute Drucke von einer Platte erzielt werden. Albert benutzte 1868 Glasplatten als Träger der Druckschicht und erreichte dadurch Auflagen von tausend Stück (Albertotypie). Später erwarb er das Verfahren seines Konkurrenten J. Husnik in Prag. Den Namen Lichtdruck erhielt das Verfahren 1869 von M. Gemoser. Albert verwertete auch erstmalig die Photographie zu reinen Reproduktionszwecken und veröffentlichte als Verleger die Hauptwerke Kaulbachs, Schwinds, Rethels
u. a.Literatur ↑
J. M. Eder,
Gesch. d.
Photogr., 2
Bde.,
41932,
bes. II, S. 892
(P); E. Stenger, Die Photographie in München, 1839–1860, 1939, S. 59-61; H. Barge,
Gesch. d. Buchdruckerkunst, 1940; G. H. Emmerich,
Lex. f.
Photogr. u. Reproduktionstechnik, 1910, S. 386 f.
(unter „Lichtdruck“).
Portraits ↑
in: Photograph. Korrespondenz 23, 1886;
Porträtslg.,
Dt. Mus., München; Zeichnung
v. A.s Atelier (Stadtmuseum München),
Abb. in: Münchener Mosaik,
Jg. 1939, Mai-H.
Autor ↑
Horst KliemannEmpfohlene Zitierweise ↑
Kliemann, Horst, „Albert, Josef“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
137
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118501461.html