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NDB-Artikel

<< Becker, Johann Philipp     Becker, Karl >>

Becker, Julius Maria

Dramatiker und Lyriker, * 29.3.1887 Aschaffenburg, 27.6.1949 Aschaffenburg. (katholisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Friedrich Karl Becker (1845–1917), Vergolder, Ratsherr in Aschaffenburg; M Maria (1850–1911), T des Franz Inderwiesen (1819–83), Kaufmann in Aschaffenburg, und der Anna Maria Schuck (1817–81); Gvv Jakob Becker, Vergolder, aus Mannheim: Gmv Eva Streiter, aus Kleinheubach; Aschaffenburg 1919 Luise, T des Bauern Johann Georg Brenner (1874–1945) und der Elisabeth Voltz; kinderlos.

Leben  
Becker besuchte die Lehrbildungsanstalten in Lohr und Würzburg, war dann Lehrer in Aschaffenburg, verließ aber 1931 endgültig den Schuldienst. 1913 und 1914 fanden die Erstaufführungen seiner zeitkritischen Stücke „Eine Sylvesternacht" und „Der Strohmann" statt, die unter dem Eindruck Nietzsches und Strindbergs entstanden waren. Bekannt wurde Becker durch den Expressionismus seiner symbolischen Dramen und seiner ekstatischen Lyrik, die aus dem Erlebnis des Krieges und der Revolution sich um die Erlösung des in der Zivilisation verlorenen Menschen bemühen. Richard Dehmel und Karl Hauptmann haben ihn damals anerkannt und gefördert. Aus seinen 22 Dramen fanden besonderen Widerhall die Passion „Das letzte Gericht", deren Uraufführung ihm 1920 in Darmstadt den Kleist-Preis einbrachte, „Der Freier" 1922 in Düsseldorf, „Der Schächer zur Linken“ 1923 in Frankfurt. Den größten Erfolg errang er mit dem „Brückengeist“, der von Aschaffenburg aus über 50 Bühnen ging. Hier traf der symbolisch-lyrische Mysterienstil den geeigneten Vorwurf. Becker erhielt dafür den Preis des Bühnenvolksbundes. In den späteren Dramen ist eine Wendung zum Christlichen deutlich. Sie fanden nicht mehr den Widerhall wie die Dramen der ersten Nachkriegszeit.

Werke  
Weitere W Der Wundermann, Komödie 1923; Schauspiele: Das Friedensschiff, 1926; Mata Hari, 1931; Nacht ohne Morgen, 1935; Bastionen auf Malta, 1937; Gedichte, 1950.

Literatur  
A. Soergel, Dichtung u. Dichter d. Zeit, NF, 1927; A. Salzer, Ill. Gesch. d. dt. Lit. V, 1932; G. K. Brand, Werden u. Wandlung, 1933, S. 306; J. Nadler, Lit.gesch. d. Dt. Volkes IV, 1941; G. Mrazek, J. M. B. u. sein Werk, Diss. Wien 1941 (ungedr.); Aschaffenburger Jb. 1, 1952, S. 277; Kosch, Kath. Dtld. I; Kosch, Lit.-Lex. I (W, L); Kürschner, Lit.-Kal. 1934; K. A. Kutzbach, Autorenlex. d. Gegenwart, 1950.

Portraits  
J. M. B.-Ges., Aschaffenburg.

Autor  
Jörg Mager
Empfohlene Zitierweise  

Mager, Jörg, „Becker, Julius Maria“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 718 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118945114.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 718

PND: 118945114
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Index

Becker, Julius Maria

Name: Becker, Julius Maria
Lebensdaten: 1887 bis 1949
Geburtsort: Aschaffenburg
Sterbeort: Aschaffenburg
Beruf/Lebensstellung: Dramatiker; Lyriker
Konfession: katholisch
Autor NDB: Mager, Jörg
PND: 118945114

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Becker, Julius Maria

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118945114

Normdaten
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Schriftsteller im Rundfunk - Autorenauftritte im Rundfunk der Weimarer Republik 1924-1932

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