<< Adelung, Johann Christoph
Aderhold, Rudolf Ferdinand Theodor >>
Adelung, Bernhard
sozialdemokratischer Politiker,
* 30.11.1876 Bremen,
† 24.2.1943 Darmstadt.
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Johann Adelung (1845–1918), Hilfsarbeiter und Bahnhofsangestellter;
M Wilhelmine Mattfeld (1848–1932), Waschfrau; beide niedersächsisch bäuerlicher Herkunft;
⚭ 1903 Johanna Gross (1879–1944) aus Mainz;
2 S, 2 T.
Leben ↑
Nach schwerer Jugend (Laufbursche) und Schriftsetzerlehre in Bremen ging Adelung auf Handwerker-Wanderschaft, kam durch Deutschland, Schweiz, Italien und Österreich 1897 als Schriftsetzer nach Mainz und gelangte hier durch zielklare Mitarbeit in Gewerkschaft und
SPD (Revisionismus) zu Ansehen und Führung. 1902-18 war er Schriftleiter der „Mainzer Volkszeitung", 1904-18 Stadtverordneter und 1918-28 Beigeordneter und Bürgermeister der Stadt Mainz, 1903-33 Mitglied und 1919-28 Präsident des hessischen Landtags, 1928-33 hessischer Staatspräsident und Kultusminister in Darmstadt. Stets sachliche Haltung bei feinem Takt auch in der Polemik brachte ihm allseitiges Vertrauen ein. Bei Kriegsende 1918 und im deutsch-französischen „Kampf um den Rhein“ 1918-30 kam Adelung als beredt-führender Gegner aller Willkür, Putsche und Separationspläne zu überzeitlichem Ansehen. Jugendpflege, Segelflug, Volksbildung, Kunst und Wissenschaft erfuhren von ihm starke Förderung. Nach 1933 lebte Adelung in Traisa bei Darmstadt und schrieb Lebenserinnerungen „Sein und Werden“, 1952
(P).
Literatur ↑
Rhdb. I, 1930
(P).
Autor ↑
Karl FriedrichEmpfohlene Zitierweise ↑
Friedrich, Karl, „Adelung, Bernhard“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
65
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118646990.html
Adelung, Bernhard
Name: Adelung, Bernhard
Lebensdaten: 1876 bis 1943
Geburtsort: Bremen
Sterbeort: Darmstadt
Beruf/Lebensstellung: sozialdemokratischer Politiker
Konfession: keine Angabe
Autor NDB:
Friedrich, KarlPND: 118646990