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NDB-Artikel

<< Baumeister, Karl August     Baumeister, Bernhard >>

Baumeister, Reinhard

Bauingenieur, * 19.3.1833 Hamburg, 11.2.1917 Karlsruhe. (evangelisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Hermann Baumeister (1806–77), 1848/49 Präsident der konstituierenden Versammlung Hamburgs, 1853 zeitweilig Präsident der hamburgischen Bürgerschaft, 1876 Präsident des Oberlandesgerichts; M Wilhelmine, T des Reinhard Woltmann, Wasserbaudirektor in Hamburg, und der Joh. Elisabeth Schuback; Gvv Siegfrid Reinhard Baumeister, aus Hildesheimer Ratsfamilie, Kaufmann in Hamburg; Gmv Julie Wilhelmine Rave aus hamburgischer Kaufmannsfamilie; Karlsruhe 15.8.1857 Anna (1834–94), T des Baurats Professor Friedrich Eisenlohr in Karlsruhe; 4 K, u. a. Hermann Baumeister, Maler.

Leben  
Baumeister besuchte die Polytechnischen Schulen Hannover und Karlsruhe, wo er 1853 die badische Staatsprüfung für Ingenieure bestand. Mit 23 Jahren war er Assistent und Vertreter seines Lehrers Keller für Wasser- und Straßenbau am Polytechnikum. Im Dienst des badischen Staates widmete er sich dem Eisenbahnwesen, bis er 1862 als ordentlicher Professor an die Ingenieurschule des Polytechnikums berufen wurde. - Neben seiner Lehrtätigkeit arbeitete er u. a. an Entwurf und Bau der Murgtalbahn Rastatt-Weisenbach und eines Abschnittes der Renchtalbahn. Baumeister erkannte und betonte den unlöslichen Zusammenhang der technischen, volkswirtschaftlichen, hygienischen und sozialen Probleme im Städtebau. Neben Camillo Sitte und Josef Stübben gehört er zu den großen Begründern des deutschen wissenschaftlichen Städtebaues. Er war Ehrendoktor verschiedener Hochschulen.

Werke  
Architekten. Formenlehre f. Ingenieure, 1866; Denkschr. üb. Reinigung u. Entwässerung d. Städte, 1874; Stadterweiterungen in techn., baupolizeil. u. wirtschaftl. Beziehung, 1876; Normale Bauordnung mit Erl., 1880; Die Kunstformen d. Brückenbaues, 1886; Moderne Stadterweiterung, 1887; Städt. Straßenwesen u. Städtereinigung, 1890; Die Abstufung v. Bauordnungen f. d. Stadtkern u. Vororte, 1892; Stadtbaupläne in alter u. neuer Zeit, 1902; Die Bauordnung u. Wohnungsfrage, 1910; Allg. Konstruktionslehre d. Ingenieurs, nach Vorträgen B.s ausgearb. v. E. v. Feldegg, 1878.

Literatur  
Wi. V, 1911; DBJ Überleitungsbd. II (Totenliste 1917/18, L).

Portraits  
TH Karlsruhe, Abb. in: Festschr. z. 125-Jahr-feier d. TH, 1950.

Autor  
Wilhelm Strickler
Empfohlene Zitierweise  

Strickler, Wilhelm, „Baumeister, Reinhard“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 656 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116089768.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 656

PND: 116089768
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Index

Baumeister, Reinhard

Name: Baumeister, Reinhard
Lebensdaten: 1833 bis 1917
Geburtsort: Hamburg
Sterbeort: Karlsruhe
Beruf/Lebensstellung: Bauingenieur
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Strickler, Wilhelm
PND: 116089768

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Baumeister, Reinhard

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116089768

Normdaten
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