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Baumeister, Reinhard >>
Baumeister, Karl August
Pädagoge,
* 24.4.1830 Hamburg,
† 22.5.1922 München. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Carl Friedrich Baumeister (1795–1849), Kommissionär aus Hildesheim, Teilhaber eines Überseegeschäfts (vorletztes unter 16 Geschwistern);
M Friederica Mathilde Amalia Rosenbladt (1800–87), aus Wolfenbüttel;
Gvv August Wilhelm Baumeister, Kaufmann;
Gmv Johanna Catharina Hoffmann;
Vt Hermann Baumeister (1806–77), 1848/49 Präsident der konstituierenden Versammlung in Hamburg;
⚭ Agnes Köpp, Justizratstochter; 2
S, 1
T.
Leben ↑
Baumeister besuchte das Gymnasium Wolfenbüttel, dessen Schulbetrieb (1840–48) er aufschlußreich schilderte, studierte 1848-52 in Göttingen und Erlangen Philologie, bereiste 1853-55 Griechenland, Kleinasien, Italien und Frankreich und war dann im höheren Schuldienst tätig: 1855 am Blochmannschen Institut in Dresden, 1856 am Collège Français in Berlin, dann in Elberfeld, Lübeck, Gera und Halberstadt. Als Regierungsrat 1871 nach Straßburg berufen, gestaltete Baumeister dort das höhere Schulwesen Elsaß-Lothringens nach deutschem Vorbild, wurde Ministerialrat, aber 1882 vom neuen Statthalter, Feldmarschall von Manteuffel, zur Disposition gestellt (
vgl. Zeitschrift für Gymnasialwesen, 1876, S. 1-33, und Handbuch der Erziehungs- und Unterrichtslehre für Höhere Schulen II, 1895, S. 213-38) und lebte dann seiner
|literarischen Arbeit in München. Er verwertete die dort 1881 von G. Meissenbach erfundene Autotypie für sein riesiges Abbildungswerk antiker Bauten, Statuen und Gebrauchsgegenstände und dergleichen, das Unzähligen begeisternde Belehrung gab. Baumeisters pädagogisches Handbuch für höhere Schulen, dem gemäßigten Herbartianismus O. Fricks nahestehend, für das er tüchtige Mitarbeiter gewann, leitete die pädagogisch-didaktische Durchdringung des höheren Schulwesens ein und ist bis heute das umfassendste Sammelwerk dieser Schulgattung.
Werke ↑
u. a. Homeri Batrachomyomachia, 1852; Homeri Hymni, 1860; Kulturbilder aus Griechenlands Religion u. Kunst, 1865; Qu.buch
z. griech. Gesch., 2
Bde., 1870,
31882;
Btrr. z. ADB;
Hrsg.: Denkmäler d.
klass. Altertums, 3
Bde. mit 2400
Abb., 1884–88;
Hdb. d. Erziehungs- u. Unterrichtslehre f. höhere Schulen, 4
Bde., 1894–98;
Selbstbiogr.: Schulerinnerungen eines alten Lehrers, in: Braunschweiger
Mgz., 1919, S. 13-21, 29-35, u. in: Geistiges u. künstler. München in Selbstbiogrr.,
hrsg. v. W. Zils, 1913, S. 18-21.
Literatur ↑
Tägl.
Rdsch. v. 27.5.1922;
Kürschner, Gel.-Kal. 39, 1917;
DBJ IV (Totenliste 1922,
L).
Autor ↑
Josef DolchEmpfohlene Zitierweise ↑
Dolch, Josef, „Baumeister, Karl August“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
655 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116089725.html
Baumeister, Karl August
Name: Baumeister, Karl August
Lebensdaten: 1830 bis 1922
Geburtsort: Hamburg
Sterbeort: München
Beruf/Lebensstellung: Pädagoge
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Dolch, JosefPND: 116089725