<< Bauer, Hans
Bauer, Jeremias Christoph >>
Bauer, Hermann Theodor
Unitätsdirektor und Bischof der Herrnhuter Brüderkirche,
* 1.11.1850 Rixdorf (Berlin-Neukölln),
† 20.12.1919 Herrnhut.
Genealogie
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| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
Die Bauers gehörten bereits im 18. Jahrhundert zur Herrnhuter Diaspora in der Niederlausitz;
V Christian Theodor Bauer (1811–95), Pfarrer der Brüdergemeinen Rixdorf, Königsberg, Niesky;
M Justine Luise Grillich aus Herrnhut;
Gvv Christian Gotthelf Bauer, Arzt in Herrnhut;
Gmv Sophie Elisabeth Reichel.
Leben ↑
Bauer erbte von seiner Mutter tiefe Religiosität und empfing von beiden Eltern künstlerische Begabung. Er besuchte das Fridericianum in Königsberg, das Pädagogium in Niesky und studierte Theologie in Gnadenfeld (Oberschlesien). Besonderen Einfluß hatten auf ihn H. Schneider und B. Becker; Freundschaft verband ihn mit seinen Lehrern H. Pütt und G. Class. 1876 wurde er Lehrer am Pädagogium Niesky und gab mit Th. Wunderling und Ch. Buchner der Anstalt das Gepräge; er pflegte bewußt die Antike und verband damit den Geist der Erweckungszeit und der Vaterlandsliebe zu einem Bildungsideal, indem er dem „ästhetischen Wesen den Tropfen pietistischen Öls beigab“. Im Äußeren fand Bauer den Anschluß an das staatliche Schulwesen und erreichte die Gleichberechtigung. Als Unitätsdirektor trug er den Namen Herrnhuts über die Grenzen Deutschlands hinaus durch seine Vorträge, seine pädagogische Haltung und seine Dichtungen. Als Bischof führte er die Herrnhuter Diaspora zu neuem Leben. Bauer ist um die Jahrhundertwende der markanteste und bedeutendste Vertreter Herrnhuts.
Werke ↑
Christi. Geselligkeit, 1892; Die innere Mission u. d. Jugend, 1895; Freiheit, 1899; Kurze
Gesch. d. Pädagogium, um 1899
(anonym); Zinzendorf u. d. Brüdergemeine, 1900; Zinzendorfs Stellung im geistigen Leben d. 18. Jh.s, in: Das Reich Christi 7, 1904; Manneswürde u. Mädchenehre, 1908; Die Jünglingsseele u. ihre Pflege, in: Neue kirchl.
Ztschr. 20, 1909; Gemeinschaftsleben in d. Brüdergemeine u. ihrer Diaspora, 1910; Das Diasporawerk d. Brüdergemeine, in:
Ztschr. f.
Brüdergesch. 5, 1911;
Psychol. d. Jugendlichen, 1911; Wesen u. Wirken d. Brüdergemeine, 1912; Die Brüdergemeine, 1914; Unsere Jugend, 1914; Schulter an Schulter, 1915–18; Die Pflege d. männl. Jugend, 1918;
Dichtungen: Weihnachtsspiel, 1895; Friede auf Erden, 1899; Ehre sei Gott, 1900; Stern d. Heils, 1904; Schale u. Kern, 1926;
Hrsg.: Bethania (
Ztschr. d. Bethanienver.), 1896–1919.
Literatur ↑
P. Th. Jensen, in:
Mitt. d. Brüdergemeine, 1920, H. 2/3;
ders.,
B. u. unser Pädagogium, in: Herrnhut,
Jg. 53, 1920,
Nr. 7;
Reichel,
B. als Künstler, ebenda,
Nr. 9;
Hennig, ebenda,
Nr. 23 bis 24;
Bethania, 1920.
Autor ↑
Gerhard MeyerEmpfohlene Zitierweise ↑
Meyer, Gerhard, „Bauer, Hermann Theodor“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
639
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135869919.html
Bauer, Hermann Theodor
Name: Bauer, Hermann Theodor
Lebensdaten: 1850 bis 1919
Geburtsort: Rixdorf (Berlin-Neukölln)
Sterbeort: Herrnhut
Beruf/Lebensstellung: Bischof der Herrnhuter Brüdergemeine; Unitätsdirektor
Konfession: Herrnhuter
Autor NDB:
Meyer, GerhardPND: 135869919