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Bauer, Gustav Adolf
Reichskanzler,
* 6.1.1870 Darkehmen (Ostpreußen),
† 16.9.1944 Berlin.
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Gustav Bauer, Gerichtsvollzieher;
M Henriette Groß;
⚭ 2.10.1911 Hedwig Moch aus Cottbus.
Leben ↑
Bauer arbeitete als Bürogehilfe bei einem Anwalt in Königsberg. 1895 gründete er den Verband der Büroangestellten, war bis 1908 dessen Vorsitzender und redigierte das Fachblatt „Der Büroangestellte“. 1903 wurde er mit der Leitung des Zentral-Arbeiter-Sekretariats der Freien Gewerkschaften in Berlin betraut. 1908-18 war er zweiter Vorsitzender der Generalkommission der Gewerkschaften in Deutschland. 1912 für die Sozialdemokratie in Breslau in den Reichstag gewählt, wurde Bauer im Oktober 1918 von Prinz Max von Baden zum Staatssekretär des Reichsarbeitsamtes berufen und 1919 als Reichsarbeitsminister in die Regierung Scheidemann übernommen. Als diese im Juni 1919 zurücktrat, bildete Bauer ein neues Kabinett, und Hermann Müller sowie Johannes Bell unterschrieben den Versailler Friedensvertrag. Von März 1921 bis November 1922 gehörte er den Kabinetten Hermann Müller, Konstantin Fehrenbach und Joseph Wirth als Reichsschatzminister und Vizekanzler an. Er war Mitglied der Nationalversammlung von 1919 und 1920-28 Reichstagsabgeordneter für Magdeburg. Im Zusammenhang mit dem Barmat-Prozeß wurde er wegen seiner persönlichen Beziehungen zu dem Angeklagten aus seiner Partei ausgeschlossen, später aber rehabilitiert.
Literatur ↑
Ph. Scheidemann. Memoiren eines Sozialdemokraten, 2
Bde., 1928;
P. Schmidhenner,
Weltgesch. v. Frankfurter Frieden bis
z. Gegenwart, 1933, S. 606
(P mit anderen);
Reichstagshdb. 1912–24;
Wi. IX, 1928.
Portraits ↑
in:
Dt. Sozialpolitik 1918-1928, 1928.
Autor ↑
Paul MayerEmpfohlene Zitierweise ↑
Mayer, Paul, „Bauer, Gustav Adolf“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
638
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118507281.html