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Adelman von Lüttich >>
Adelheid (I.)
Äbtissin von Quedlinburg (Gernrode, Vreden, Gandersheim),
* 977,
† 14.1.1044 (1045?) Quedlinburg.
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Otto II.;
M Theophanu;
B Otto III.;
Schw u. a. Sophia, Äbtissin von Gandersheim und Essen.
Leben ↑
Auf der Burg Ala (Oelsburg, Kreis Wolfenbüttel) erzogen und bei deren Eroberung durch die sächsischen Großen 984 von dort entführt, wurde Adelheid 995 als Kanonisse im kaiserlichen Familienstift Quedlinburg eingekleidet und hier am 29.9.999 Nachfolgerin ihrer Tante Mathilde, der Tochter Ottos des Großen und ersten Quedlinburger Äbtissin. Bei engsten Beziehungen zu ihrem Bruder Otto III., der Quedlinburg häufig besuchte, war ihre Stellung zeitweise von ähnlicher politischer Bedeutung wie die ihrer Vorgängerin. 1014 übertrug ihr Heinrich II. zusätzlich die Leitung der Reichsstifter Gernrode und Vreden. 1021 wurde die vollendete Stiftskirche in Quedlinburg in kaiserlicher Gegenwart feierlich geweiht. Als Adelheids ältere Schwester Sophia im Januar 1039 starb, wurde Adelheid als letzte ottonische Kaiserstochter satzungsgemäß auch zur Äbtissin des ältesten liudolfingisehen Familienstifts Gandersheim gewählt, konnte aber, da Konrad II. seine Zustimmung verweigerte, erst nach dessen Tode ihre vierte Äbtissinnenwürde übernehmen.
Literatur ↑
ADB I; L. Weiland, Die Chronologie d. älteren Äbtissinnen
v. Quedlinburg u. Gandersheim, in:
Ztschr. d.
Harzver. f.
Gesch. u.
Altertumskde. 8, 1875, S. 476 f., 485; F.
v. Quast, Die Gräber d. Äbtissinnen in d. Schloßkirche zu Quedlinburg, ebenda,
Erg.-H. zu 9, 1877, S. 7, 10; O.
v. Heinemann,
Gesch. u. Beschreibung d. Stiftskirche
z. Gernrode, ebenda 10, 1877, S. 14; M. Kremer, Die
|Personal- u. Amtsdaten d. Äbtissinnen
v. Quedlinburg,
Diss. Leipzig 1923
(ungedr.).
Portraits ↑
Grabstein in d. Schloßkirche Quedlinburg.
Autor ↑
Hans GoettingEmpfohlene Zitierweise ↑
Goetting, Hans, „Adelheid“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
59-60
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135668816.html
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Adelmann von Brixen >>
Adelheid
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Adelheid, Tochter K. Otto's II., wurde nach dem Tode ihrer Tante Mathilde,
Tochter Otto's des Großen, der ersten Aebtissin von Quedlinburg
(7. Febr. 999), von der sie auch erzogen war, zu deren
Nachfolgerin gewählt. Am Michaelistage desselben Jahres wurde die
Wahl wiederholt und sie selbst von Bischof Arnulf von Halberstadt
in Gegenwart anderer Bischöfe und vieler weltlichen Großen als
Aebtissin geweiht. Als ihre Schwester Sophie, Aebtissin von
Gandersheim, gestorben war (27. Jan. 1039), wurde sie auch hier gewählt; da aber K.
Konrad II. mit dieser Wahl nicht
einverstanden war, so erfolgte ihre Einführung daselbst erst nach
dessen Tode. Das Stift Quedlinburg hatte sich unter ihr mancherlei
Schenkungen seitens ihres Bruders, K. Otto's III. und dessen Nachfolgers K. Heinrich's II. zu erfreuen, wie denn auch beide Kaiser zu
wiederholten Malen hohe Festtage in Quedlinburg verlebten. Die
Jahrbücher von Quedlinburg berichten zum J. 1021 ausführlich die
Einweihung der Stiftskirche und deren Altäre in Gegenwart des
Kaisers durch den Bischof Arnulf von Halberstadt, den Erzbischof
Gero von Magdeburg und andere Bischöfe. Ihr Todesjahr ist nicht
ganz sicher festzustellen, die Angaben schwanken zwischen 1040 und
1044.
Literatur ↑
Fritsch, Gesch. des Reichsstifts und der Stadt Quedlinburg I. 87 ff.
Autor ↑
Janicke.
Empfohlene Zitierweise ↑
Janicke, Karl, „Adelheid“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
78
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135668816.html?anchor=adb
Adelheid
Name: Adelheid
Namensvariante: Adelheid I.
Namensvariante: Adelheid von Quedlinburg
Lebensdaten: 977 bis vermutlich 1044 oder 1045
Sterbeort: Quedlinburg
Beruf/Lebensstellung: Äbtissin von Quedlinburg; Äbtissin von Gandersheim
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Goetting, HansAutor ADB:
Janicke, KarlPND: 135668816