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Goette, Alexander Wilhelm

Zoologe, *31.12.1840 Sankt Petersburg, 5.2.1922 Handschuhsheim bei Heidelberg. (evangelisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Ernst Bernh. (russ. Adel) (1801–48), Dr. med., Arzt u. Staatsrat in St. P., S d. Hinrich (1751–1816), Großhändler in Narwa, u. d. Charl. Amalie Witte; M Natalie (1813–92), T d. Peter Gustav Bagh (1781–1879), aus Stockholm, Hofwagenbaumeister in St. P., u. d. Maria Helena Oderich; ⚭ 1) 1867 Maria ( 1897), T d. Pastors Emil Hoerschelmann in Oberpahlen/Livland u. d. Karoline Bosse, 2) Ida Peters; 3 S , 1 T aus 1), u. a. Ernst, Admiral, 2 T aus 2).

Leben  
Goette studierte ab 1860 in Dorpat Medizin, promovierte 1866 in Tübingen zum doctor medicinae, trieb anschließend (angeregt durch die Schriften von K. E. von Baer) als Privatgelehrter entwicklungsgeschichtliche Studien, übernahm 1872 (Habilitation) unter O. Schmidt die Assistentenstelle am Zoologischen Institut der Universität Straßburg, erhielt hier 1877 eine außerordentliche Professur und wurde 1880 zugleich Direktor der Zoologischen Sammlung des Städtischen Museums. 1882-86 wirkte er als ordentlicher Professor der Zoologie und Direktor des Zoologischen Instituts in Rostock, danach bis 1918 (Nachfolger von O. Schmidt) in Straßburg. – Goette sah in einer gründlichen Untersuchung der Ontogenese den richtigen Weg zum Verständnis der Organisation der Tiere. In seinem Hauptwerk „Die Entwickelungsgeschichte der Unke (Bombinator igneus) als Grundlage einer vergleichenden Morphologie der Wirbeltiere“ (1875) suchte er „alle Einzelteile der tierischen Morphologie in einen einheitlichen natürlichen Kausalzusammenhang zu bringen“, wobei die Zellteilungen als chemisch-physikalische Vorgänge aufgefaßt werden. Weiterhin behandelte er Fragen der Regeneration sowie die Entwicklungsgeschichte der Würmer, verschiedener Medusen, der Scyphopolypen, des Flußneunauges und der Mollusken. Wiederholt wandte sich Goette gegen voreilige Verallgemeinerungen Haeckels (zum Beispiel die Gastraea-Theorie); die Annahme einer „Vererbung erworbener Eigenschaften“ lehnte er ab. – Goettes Arbeiten boten brauchbare Grundlagen und gaben wertvolle Anregungen, die sich unter anderem in der Begründung der Entwicklungsmechanik durch seinen Schüler Wilhelm Roux auswirkten.

Werke  
Weitere W u. a. Abhh. z. Entwicklungsgesch. d. Tiere, 5 T, 1882-90; Über Vererbung u. Anpassung, 1898; Lehrb. d. Zool., 1902; Die Entwicklung d. Kopfnerven bei Fischen u. Amphibien, 1914; Die Entwicklungsgesch. d. Tiere, 1921.

Literatur  
K. Grobben, in: Alm. d. Ak. d. Wiss. in Wien f. d. J. 1922, 72. Jg., 1923, S. 171-73; W. Harms, in: Hdwb. d. Naturwiss. V, 1934, S. 297 (L); Fischer; DBJ IV (Tl. 1922, L).

Autor  
Georg Uschmann
Empfohlene Zitierweise  

Uschmann, Georg, „Goette, Alexander Wilhelm“, in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 579 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116733330.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 6 (1964), S. 579

PND: 116733330
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Index

Götte, Alexander

Name: Götte, Alexander
Namensvariante: Goette, Alexander Wilhelm
Namensvariante: Götte, Alexander
Lebensdaten: 1840 bis 1922
Geburtsort: Sankt Petersburg
Sterbeort: Handschuhsheim bei Heidelberg
Beruf/Lebensstellung: Zoologe
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Uschmann, Georg
PND: 116733330

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Götte, Alexander

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116733330

Normdaten
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